Tourismus-Prognosen
Deutschland beliebtes Reiseziel

Die Reisebranche hofft nach einer zweijährigen Durststrecke in diesem Jahr auf einen Aufwärtstrend. Viele Veranstalter spüren derzeit eine deutliche Belebung bei Zielen nach Übersee, vor allem in die USA und Kanada. Auch Deutschland liegt als Reiseziel im Trend.

HB DÜSSELDORF/STUTTGART. Langsam gehe es auf dem Reisemarkt wieder bergauf, sagte der Geschäftsführer der Messe Stuttgart, Ulrich Kromer, am Freitag. Grund dafür sind vor allem der günstige Dollar-Kurs und die Erweiterung der Europäischen Union. Ein immer beliebteres Reiseziel werde nach Ansicht der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) Deutschland. „Die Prognosen sehen eine steigende Nachfrage für das deutsche Angebot“, sagte die DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer in Düsseldorf. Bis 2005 rechnet der Verband mit einem Wachstum der Übernachtungszahlen von zwei bis drei Prozent.

Besonders im so genannten Wassertourismus liefen die Geschäfte in Deutschland gut. Dieser Freizeitbereich sei „eine große Chance für die deutsche Wirtschaft“, sagte der Präsident der Düsseldorfer Wassersportmesse „boot 2004“, Ulrich Feldhoff. Im Wassertourismus sei in den kommenden sechs Jahren die höchste Steigerungsrate möglich. Nach dem „Angst-Sparen“ erwarten die deutschen Touristikanbieter nach Ansicht Kromers „helles Licht am Ende des Tunnels“. Beim Auslandsreiseverkehr werde ein Anstieg von etwa fünf Prozent auf gut 55 Milliarden Euro prognostiziert, wobei individuelle Reisen immer gefragter seien. 2003 hätten 33 Millionen Deutsche einen Pauschalurlaub gebucht, vier Prozent weniger als 2002. Die Deutschen würden für 2004 wieder zuversichtlich Urlaubspläne schmieden, sagte Professor Martin Lohmann von der Kieler Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen.

Mehr als 60 Prozent der Bundesbürger hätten bereits im Herbst für dieses Jahr eine Ferienreise geplant. Die acht osteuropäischen Staaten, die mit Malta und Zypern am 1. Mai in die EU eintreten, böten neue touristische Möglichkeiten. Nach Angaben von Andreas Henzler, Vizepräsident des Deutschen Caravaning Handelsverbands, sei ein steigendes Interesse an Wohnwagen und Reisemobilen festzustellen. Fernreisen hätten in den ersten neun Monaten 2003 um 1,7 Prozent angezogen, wobei Südafrika und Australien (jeweils plus 26 Prozent) sowie die Arabischen Emirate (plus 10 Prozent) die Gewinner gewesen seien. China verlor wegen der Sars-Fälle 24 Prozent.

Weitere Urlaubstipps können sich die Deutschen vom Wochenende an bei zwei Fachmessen holen. In Stuttgart öffnet die Ausstellung für Caravan Motor Touristik (CMT) ihre Pforten. Dort präsentierten sich den erwarteten knapp 200 000 Besuchern vom 17. bis 25. Januar rund 1400 Aussteller aus 82 Ländern, darunter auch die zehn EU- Beitrittsländer. Auf der neuntägigen Wassersportfachmesse „boot 2004“ in Düsseldorf zeigen mehr als 1600 Aussteller aus 50 Ländern ihre neuesten Produkte und technischen Entwicklungen. Die Veranstalter erwarten 300 000 Interessenten

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