Tourismus
Tui verringert Verlust

Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui hat im zweiten Geschäftsquartal dank einer besseren Entwicklung der Tourismustochter Tui Travel seinen Fehlbetrag eingedämmt - und schneidet besser ab, als von Analysten erwartet.
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Köln Der Verlust in den drei Monaten bis Ende März verringerte sich auf 209,4 von 266 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie Europas größter Reisekonzern Tui am Donnerstag mitteilte. Auf die Aktionäre des im MDax notierten Unternehmens entfällt davon ein Minus von gut 144 Millionen Euro - wesentlich weniger als die von Analysten erwarteten 175 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um rund sieben Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Euro.

Zu der positiven Entwicklung trug auch die verbliebene Beteiligung an der Container-Reederei Hapag-Lloyd bei, die inzwischen wieder auf Gewinnkurs steuert. Die Krise in den Urlaubsländern Ägypten und Tunesien kostete Tui den Angaben zufolge 38 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September sieht der Vorstand das Unternehmen auf Kurs. Der Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr steigen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITA) soll ebenfalls leicht zulegen. Zwischen Januar und März musste Tui beim EBITA allerdings einen um sechs Prozent vergrößerten Verlust von 256 Millionen Euro hinnehmen. Reiseveranstalter schreiben im Winter üblicherweise rote Zahlen. Ihre Gewinne fahren sie vor allem in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

Unterdessen wird ein Börsengang von Hapag-Lloyd vor der Sommerpause einem Zeitungsbericht zufolge immer unwahrscheinlicher. Der Mutterkonzern Tui plane in absehbarer Zeit nicht, den Startschuss für eine Emission zu geben, berichtete die "Financial Times Deutschland" ohne Quellenangabe vorab. Bei vielen Beteiligten herrsche die Ansicht vor, dass Hapag-Lloyd im Herbst eine bessere Bewertung erhalten würde. An der Reederei hält Tui 49,8 Prozent.

Gestiegene Frachtraten und eine Konzentration auf profitable Routen haben den Betriebsgewinn der Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd zu Jahresbeginn kräftig steigen lassen. Das bereinigte operative Ergebnis habe sich von Januar bis März auf 16,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Der Umsatz fiel mit rund 1,5 Milliarden Euro 16,5 Prozent höher aus als vor einem Jahr. Für die nächsten Monate dämpfte das Traditionsunternehmen allerdings die Erwartungen. Der hohe Ölpreis, der schwache Dollar-Kurs und der zunehmende Wettbewerb erschwerten das Geschäft, erläuterte Vorstandschef Michael Behrendt. Ziel müsse sein, das die zusätzlichen Belastungen durch höhere Frachtraten auszugleichen.

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