Tourismusbranche
Die Deutschen bleiben in der Krise daheim

Menschenschlangen in den Flughäfen, Blech-Karawanen auf der Autobahn: Der Auftakt der sommerlichen Reisesaison unterschied sich an den vergangenen beiden Wochenenden kaum von den Vorjahren. Deutschland im Reisefieber - so scheint es. Aber der Schein trügt. Warum Deutschlands Reisebranche unter der Zurückhaltung der Kunden ächzt.

DÜSSELDORF. In den vergangenen Jahren war die Situation für die Reiseanbieter komfortabel. Angelockt durch Frühbucher-Rabatte legten sich die Kunden schon früh auf ihre Urlaubsreisen fest. Damit war schon weit vor der Hochsaison klar, mit welchem Buchungsaufkommen die Reisebranche für das Jahr rechnen konnte. Dieses Jahr ist alles anders. Der Urlauber bleibt für die Touristik bis zuletzt das unbekannte Wesen.

"Im Urlaubsreisemarkt gibt es noch ein Restpotenzial für den Sommer 2009 von 13,8 Millionen Reisen", konstatierte kürzlich Volker Böttcher, Chef des Branchenprimus Tui Deutschland. Ob sie alle wirklich noch buchen, ist die große, düstere Unbekannte der sonst so unbekümmert bunten Tourismuswelt.

"Es wird schwierig, den Sommer über die Bühne zu kriegen", meint Klaus Laepple, Düsseldorfer Reisebüro-Inhaber und Doppelpräsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) sowie des Bundesverbandes der Tourismuswirtschaft (BTW) im BDI: "Es gibt viele verunsicherte Menschen, die nicht recht wissen, ob sie jetzt groß in den Urlaub fahren können."

Fatal für eine Branche, die 75 Prozent ihres Geschäfts im Hochsommer macht.

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