Tourismusbranche
Die Koffer für den Sommer sind schon gepackt

2011 war für viele Reiseanbieter ein Traumjahr. Und die Zeichen stehen gut: Weltweit erwartet die Branche über eine Milliarde Touristen: Gute Aussichten vor der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin.
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BerlinDer Countdown für die Sommerferien läuft bereits - und die Urlaubsmacher rüsten sich. Allen Widrigkeiten, wie den Krisen und Unruhen in vielen Feriengebieten zum Trotz, startet die Branche mit Optimismus ins neue Reisejahr. Der Urlaub bleibe das Highlight des Jahres, darauf wolle man auch in schweren Zeiten nicht verzichten, heißt es zum heutigen Start der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin. Und so erwartet die Welttourismusorganisation (UNWTO) 2012 erstmals über eine Milliarde Touristen. Das wäre ein erneuter Anstieg von drei bis vier Prozent, nach einem Plus von 4,4 Prozent im Vorjahr.

Und auch die deutsche Tourismuswirtschaft geht nach dem Rekord von 394 Millionen gewerblichen Übernachtungen im vergangenen Jahr für 2012 von weiterem Wachstum aus. In den meisten Bereichen werde mit einem neuerlichen, wenn auch etwas abgeschwächten Plus von rund zwei Prozent gerechnet, sagte der Präsident des Bundesverbands der deutschen Tourismuswirtschaft, Klaus Laepple, am Dienstag auf der Eröffnungspressekonferenz der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Er gehe davon aus, dass die Marke von 400 Millionen Übernachtungen durchbrochen wird.

Beim Umsatz habe das Gastgewerbe 2011 die besten Wachstumsraten seit über zehn Jahren verzeichnet. Mit einer Zunahme von 3,8 Prozent auf knapp 60 Milliarden Euro sei das Vorkrisenniveau erreicht worden. Auf der weltgrößten Reisemesse ITB präsentieren ab Mittwoch 10.644 Aussteller aus 187 Ländern ihre touristischen Angebote.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Branche werde dabei nicht selten unterschätzt, meinen Experten. Weltweit trägt der Sektor immerhin fünf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. In Deutschland geben Touristen nach einer Untersuchung im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft an die 300 Milliarden Euro aus. Die deutsche Branche hat mit 97 Milliarden Euro einen Anteil von 4,4 Prozent an der Bruttowertschöpfung, mehr als etwa Autobauer oder Banken. „Der Tourismus ist ein ökonomisches Schwergewicht“, sagt Wirtschaftsstaatssekretär Ernst Burgbacher (FDP).

Der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Jürgen Büchy, betont, die Branche sei „Jobmotor und Wachstumsbranche zugleich“. Immerhin arbeiteten fast drei Millionen Menschen im Tourismus, sieben Prozent aller Jobs in Deutschland.

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