Tourismuskrise
Thomas Cook will womöglich Piloten entlassen

Der Touristikkonzern kappt angesichts der Branchenkrise seine Kapazitäten. Erstmals könnten bei dem Unternehmen auch Piloten ihren Arbeitsplatz verlieren.

dpa OBERURSEL. Europas zweitgrößter Touristikkonzern Thomas Cook wird angesichts der Tourismus-Krise seine Kapazitäten weiter abbauen und möglicherweise erstmals auch Piloten entlassen. Betroffen sei die Teilflotte mit insgesamt 13 Maschinen des Typs Boeing 757- 300, sagte Konzernsprecher Rolf-Dieter Graß am Dienstag in Oberursel. Von diesen 13 Maschinen seien derzeit bereits fünf stillgelegt. Drei Maschinen sind zurzeit verleast, davon wird eine mit Personal von Thomas Cook betrieben. Von dem Abbau wären 340 Stellen betroffen.

Es gebe zwar noch keine endgültige Entscheidung zur Zukunft der Maschinen, allerdings müsse die Kapazität angesichts der Marktlage reduziert werden, erklärte Graß. In Betracht komme eine Stilllegung der Flugzeuge oder ein anderweitiger Einsatz. Er bestätigte einen Bericht von „Focus Online“, wonach jetzt die Mitarbeiter über die Pläne informiert worden seien. Laut „Focus Online“ sind von dem Stellenabbau auch 42 Kapitäne, 42 Co-Piloten und 215 Flugbegleiter betroffen.

Thomas Cook hat derzeit in Deutschland 41 Maschinen als Ferienflieger im Einsatz, nach dem Abbau wären es noch 36. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Lufthansa- und Karstadt-Tochter mehrere Maschinen außer Dienst gestellt. Zur Hälfte des Geschäftsjahres (November 2002 bis April 2003) war der Verlust vor Steuern auf 434,2 Mill. € angestiegen. Im Vorjahresvergleich lag der im Winter übliche Fehlbetrag noch bei 388,9 Mill. €.

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