Touristik-Ergebnis um fast 40 Prozent eingebrochen
Tui rechnet wieder mit steigendem Gewinn

Europas größter Reisekonzern Tui hat in seinem Kerngeschäft Touristik im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch von fast 40 Prozent hinnehmen müssen. Das Touristikgeschäft sei jedoch besser als erwartet gelaufen. Der Börsengang von Hapag Lloyd wird vorangetrieben.

HB HANNOVER. Tui rechnet nach dreijähriger Flaute zudem für 2004 wieder mit steigenden Gewinnen. Aufgrund der weiterhin steigenden Buchungsumsätze sei Tui zuversichtlich, die operativen Ergebnisse der einzelnen Sparten, insbesondere in der Touristik, steigern zu können, sagte Konzernchef Michael Frenzel am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in Hannover.

Im Vorjahr konnte Tui seine Ergebnisse und den Konzerngewinn erwartungsgemäß nur dank der Sondererträge aus den Verkäufen von Energie- und Handelstöchtern verbessern. Bei einem um 5,4 % gesunkenen Umsatz von 19,2 Mrd. € verbesserte sich das operative Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Ebta) um 59 % auf 913 Mill. €, wobei Tui erstmals nach dem neuen IAS-Standard bilanziert hat. Auf alter IAS-Basis wäre das Ebta - wie von den Analysten erwartet - um rund 65 % auf 956 Mill. € gestiegen.

Der Jahresüberschuss stieg auf 315 Mill. € von zuvor lediglich 41 Mill. €, lag aber deutlich unter den Erwartungen der Experten von einer halben Milliarde Euro. Der Grund sind die von Tui vorgenommenen Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von gut einer Milliarde Euro, davon sind zwei Drittel ergebniswirksam. Die Nettoverschuldung sank 2003 den Angaben zufolge dank der Sondererlöse erwartungsgemäß um knapp 30 % auf 3,8 Mrd. €. Tui schlägt für 2003 eine unveränderte Dividende von 77 Cent je Aktie vor.

Die wichtigste Sparte Touristik legte aufgrund der erstmals vollen Einbeziehung der französischen Tochter beim Umsatz um zwei Prozent auf 12,7 Mrd. € zu, verlor aber beim Ergebnis (Ebta) 38 % auf 208 Mill. €. In Europa Mitte mit dem Hauptmarkt Deutschland machte die Tui Touristik einen Ebta-Verlust von 17 Mill. €.

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