Touristik-Konzern: TUI-Aufsichtsrat berät neue Strategie

Touristik-Konzern
TUI-Aufsichtsrat berät neue Strategie

Der Tui-Aufsichtsrat hat sich die Touristenhochburg Mallorca ausgesucht, um über die künftige Konzernausrichtung in die Wege zu leiten. Tui-Chef Michael Frenzel hat die große Linie vorgegeben und ist dabei zu seiner Ursprungsidee zurückgekehrt.
  • 0

HB HANNOVER. Frenzel will einen reinen Touristikkonzern schaffen. Nach mehreren Strategieschwenks soll die Beteiligung an der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd möglichst bald abgestoßen werden. Im Reisegeschäft will die Tui expandieren.

Mit organisiertem Urlaub Geld zu verdienen, ist dabei nicht gerade leichter geworden. Die Renditen dümpeln auf geringem Niveau dahin. Viele Kunden sind durch die Wirtschaftskrise verunsichert, die Urlaubsbudgets oft geschrumpft. Die Leute halten ihr Geld zusammen und gehen auf Jagd nach Rabatten und Last-Minute-Schnäppchen. Der Kunde sei "sehr preissensibel", heißt es bei den Anbietern.

In Deutschland hat Tui bereits einen Marktanteil von über 20 Prozent beim Verkauf von organisierten Reisen. Gemeinsam mit den anderen europäischen Tui-Gesellschaften ist der Konzern europa- und weltweit Marktführer. Das Pauschalreisegeschäft war vor drei Jahren nach einer Fusion mit dem britischen Anbieter First Choice zur Tui Travel nach London ausgelagert worden - knapp die Hälfte der Anteile wurde verkauft. Ein Rückkauf ist eine der Optionen für die Expansion.

Schon vor zwei Jahren nach dem Mehrheitsverkauf der Hapag-Lloyd hatte der Aufsichtsrat den Auftrag erteilt, Möglichkeiten zum Ausbau des touristischen Geschäfts auszuloten. Doch die Tui musste das Geld in die Rettung der Reederei stecken, die durch die Wirtschaftskrise mit dem deutlich geschrumpften Welthandel an den Rand des Ruins geraten war. 43,3 Prozent blieben bei Tui - sonst wäre das Projekt geplatzt.

Jetzt aber geht es wieder aufwärts mit der Containerschifffahrt. Die Reederei erzielte von April bis Juni beim operativen Ergebnis den höchsten Quartalsgewinn ihrer Geschichte. Beobachter sehen daher Anzeichen dafür, dass die Zeit für die angekündigte Trennung gekommen sein könnte. Und Frenzel könnte ins Reisegeschäft investieren. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.

Seite 1:

TUI-Aufsichtsrat berät neue Strategie

Seite 2:

Kommentare zu " Touristik-Konzern: TUI-Aufsichtsrat berät neue Strategie"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%