Touristik rechnet mit schwächerem Wachstum
Reiseveranstalter verlieren an Fahrt

Die deutsche Touristikbranche rechnet im kommenden Jahr mit einem nachlassenden Wachstum. Die Ungewissheit über die künftige Regierungspolitik schlage sich auch in den Buchungen nieder, hieß es. Unterdessen wollen die Reisebüros unabhängiger von den Anbietern werden.

HB DUBAI. Der Deutsche Reisebüro- und Reiseveranstalterverband (DRV) erwartet nach Angaben vom Donnerstag nur einen Umsatzzuwachs von zwei bis vier Prozent. Im zu Ende gehenden Touristikjahr 2004/05 (31. Oktober) habe die Branche ihre Umsätze wie im Vorjahr erneut um fünf Prozent auf rund 20 Mrd. € gesteigert, sagte DRV-Präsident Klaus Laepple zum Auftakt der Jahrestagung seines Verbandes in Dubai. Damit habe die Branche nach der tiefen Krise mittlerweile wieder zwei gute Wachstumsjahre erreicht.

Derzeit würden sich aber die Zuschläge der Veranstalter wegen der hohen Kerosinkosten und des allgemein schwachen Konsumklimas in Deutschland bereits negativ auf die Buchungen für die in Kürze beginnende Wintersaison 2005/2006 auswirken. Der aktuelle Stillstand in der Politik sei ebenfalls nicht förderlich. „Die Veranstalter sind zwar gut in die Saison gestartet. Doch ein Umsatzplus bei den Buchungen für die gesamte Wintersaison wird nicht einfach sein“, sagte Laepple.

In den vergangenen Wochen hatten bereits mehrere Reiseveranstalter eingeräumt, bei den Winterbuchungen teils noch deutlich unter dem Vorjahr zu liegen. Marktführer Tui nannte noch keine Zahlen, sagte allerdings, das Unternehmen sei mit dem Buchungseingang zufrieden. Stark im Plus liegt derzeit nach eigenen Angaben lediglich der Veranstalter Neckermann aus dem Thomas Cook-Konzern, der bereits im Sommer mit einem gesonderten Frühbucherkatalog in die Wintersaison gestartet war.

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