Touristik
Tui Travel bestätigt Prognose

Tuis Touristiktochter Tui Travel ist trotz der Wirtschaftskrise optimistisch, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Das Unternehmen sei angesichts der Einsparungen infolge der Zusammenlegung des deutschen und britischen Geschäfts gut aufgestellt, um die Erwartungen bei dem derzeitigen Buchungsverhalten zu erfüllen.

HB LONDON. Die derzeit rückläufige Nachfrage werde mit höheren Preisen und einer reduzierten Kapazität kompensiert. Details zu den Zielen nannte das Unternehmen nicht. Tui Travel bestätigte lediglich, dass die Synergieeffekte aus der Fusion im laufenden Jahr bei rund 100 Mio. Pfund liegen dürften.

Zudem bekräftigte das Unternehmen das Ziel, die Kosten durch die Fusion insgesamt um 175 Mio. Pfund zu drücken. Tui hatte 2007 das britische Unternehmen First Choice Holidays übernommen, mit seiner Touristiksparte fusioniert und 49 Prozent des neuen Unternehmens an der Londoner Börse platziert.

Das Reisegeschäft in Deutschland ist allerdings eingebrochen. Die Zahl der Buchungen für den Sommer liegt zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie TUI Travel am Donnerstag in London mitteilte. Dies bedeute einen Umsatzrückgang von elf Prozent. Dafür ist vor allem ein Einbruch beim gewinnbringenden Geschäft mit Pauschalreisen verantwortlich, das bei den Kunden 14 Prozent verlor. Dem begegnet das Unternehmen mit Kürzung der Kapazitäten und Erhöhung der Preise.

TUI bietet deutschen Reisenden nach eigenen Angaben für den Sommerurlaub insgesamt 14 Prozent weniger Plätze als im Vorjahr. Außerdem wurden die Preise im Pauschalgeschäft um zwei Prozent angehoben, im Flugbereich sogar um 15 Prozent. Das Geschäft von TUI Travel umfasst Pauschalreisen sowie den Billigflieger TUI fly.

TUI betonte, die rückläufige Nachfrage verlaufe entsprechend der deutlich reduzierten Kapazitäten. Man erreiche damit, die gewünschte Auslastung und erziele die angestrebten Margen. Zu diesem Zeitpunkt seien 16 Prozent weniger Angebote frei als vergangenen Februar.

Dass TUI derzeit damit lockt, Rabatte von 200 Euro auf bestimmte Reisen bei Buchung bis 22. Februar zu geben und 10 000 Kinder gratis reisen zu lassen, habe nichts mit einer möglicherweise schlechten Auslastung zu tun, betonte ein TUI-Travel-Sprecher in Hannover. Es gebe immer einzelne Preisaktionen.

Bereits für die Wintersaison 2008/09 hatte das Unternehmen auf Preiserhöhungen und Drosselung der Angebote gesetzt: Durchschnittlich war eine Reise sieben Prozent teurer. Die Kapazitäten waren um 17 Prozent reduziert. Die Zahl der Kunden sank im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent, der Umsatz um fünf Prozent. Vor allem im Flugbereich gingen die Kundenzahlen zurück: Hier lag das Minus bei 26 Prozent.

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