Touristikkonzern
Tui schafft den Sprung in die schwarzen Zahlen

Die tiefgreifende Sanierung scheint zu fruchten: Tui schreibt zum Beginn der Sommerferien schwarze Zahlen. Der Vorstand bestätigt seine Prognose für das laufende Jahr.
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FrankfurtDie trotz Krise ungebrochene Reiselust vieler Europäer hat die Kassen des Tui-Konzerns zu Beginn der wichtigen Sommersaison klingeln lassen. Dadurch konnte der Reisemarktführer die hohen Kosten für den Konzernumbau stemmen und schaffte zugleich den Sprung in die schwarzen Zahlen. Der Konzerngewinn nach Minderheiten sprang im Zeitraum April bis Juni auf 15,3 Millionen Euro nach einem Verlust von 3,3 Millionen Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz schrumpfte um ein Prozent auf 4,68 Milliarden Euro.

Zu der positiven Entwicklung hätten sowohl die Tochter Tui Travel als auch volle Hotels beigetragen, teilte der Konzern aus Hannover am Donnerstag mit. Angesichts der guten Buchungssituation im traditionell starken Schlussquartal traut sich das Management zu, die bis Ende September gesteckten Ziele zu erreichen.

Demnach soll das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebita) die im Vorjahr erzielten 746 Millionen Euro übersteigen. Der Konzern aus Hannover hat sich vor drei Monaten eine tiefgreifende Sanierung verschrieben. Ziel ist es, im Geschäftsjahr 2014/15 wieder eine Dividende zu zahlen. Das Betriebsergebnis soll bis dahin auf eine Milliarde Euro gesteigert werden.

Ziel des Umbaus ist es, die Kosten der teuren Doppelstruktur zu senken, die sich Tui dadurch leistet, dass das Reisegeschäft fast komplett bei Tui Travel in Großbritannien gebündelt ist und die Konzernzentrale in Hannover sitzt. In Hannover fällt bis Sommer 2014 etwa die Hälfte der rund 200 Arbeitsplätze weg, am Ende sollen dort nur noch rund 90 Mitarbeiter beschäftigt sein.

Mit den Arbeitnehmervertreten sei dafür ein Sozialplan und Interessenausgleich abgeschlossen worden, teilte Tui mit. Zugleich wird das Kreuzfahrtgeschäft saniert und die zahlreichen Hotelmarken gestrafft. Inzwischen konnte zudem der Firmenjet verkauft werden, Sponsoringverträge wurden beendet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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