Traditionsreiche PC-Kette vollzieht erneut einen Strategiewechsel
Vobis kehrt zum Franchise-Modell zurück

Der traditionsreiche PC-Verkäufer Vobis stellt erneut sein Geschäftsmodell um. Rund zwei Drittel der Computerfilialen will Vorstandschef Jürgen Rakow an Franchisenehmer abtreten. Das sagte Rakow, der gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Jürgen Bochmann 25,1 Prozent der Aktien besitzt, dem Handelsblatt.

FRANKFURT. Die angeschlagene Kette, die zuletzt wegen der Absatzflaute 21 ihrer 155 Läden dicht machte, folgt damit dem Beispiel des börsennotierten Händlers PC-Spezialist. Die Bielefelder betreiben das Geschäft ausschließlich auf Franchise-Basis, während Vobis bislang nur sporadisch mit selbstständigen Händlern auftrat. Außerdem betreibt Vobis 65 Geschäfte unter der Regie des Kaufhofs, was so bleiben soll.

Vobis leidet wie andere PC-Händler unter der schleppenden Nachfrage sowie dem anhaltenden Preisdruck. Fachmärkte wie Saturn und Media-Markt machen dem einstigen Marktführer das Leben schwer – ebenso wie die Discounter Aldi, Lidl und Plus. Hinzu kamen hausgemachte Probleme. So schätzte das Management mehrfach die Nachfrage des Marktes falsch ein, das schlechte Image beim Service tat ein übriges.

Die Folge: Der Filialist setzte mehrmals den Rotstift an und schloss einen Großteil der einst gut 1 000 Geschäfte. Auch der Verwaltungsstandort Aachen fiel den Sparbemühungen zum Opfer. Zudem änderte Vobis mehrfach das Geschäftsmodell. Gestartet war die Kette als Franchise-Unternehmen. Doch einige der Partner hatten Probleme mit ihrer Bonität. „Wir hatten Probleme mit der Qualität einiger Franchisenehmer“, räumt Rakow ein.

Unter Rakow und Bochmann, beide gehörten selbst zu den größten Franchisenehmern von Vobis, zog sich die PC-Kette dann aus dem Franchising zurück. Doch auch der Strategiewechsel hin zu eigenen Läden zahlte sich nicht aus. 2003 fuhr Vobis bei einem Umsatz von 454 Mill. Euro rote Zahlen ein.

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