Traditionsunternehmen sieht sich auch ohne Partner stark genug für Expansion: Wasserriese Veolia stößt bei Gelsenwasser auf Vorbehalte

Traditionsunternehmen sieht sich auch ohne Partner stark genug für Expansion
Wasserriese Veolia stößt bei Gelsenwasser auf Vorbehalte

Der Vorstandschef der Gelsenwasser AG, Hartmut Griepentrog , steht einem möglichen Einstieg des Branchenriesen Veolia äußerst reserviert gegenüber. „Wenn sie uns etwas mitbringen, sind sie willkommen, ich weiß aber nicht, was sie mitbringen wollen“, sagte Griepentrog am Mittwoch auf der Bilanz-Pressekonferenz.

juf GELSENKIRCHEN. „Ich sehe auch nicht, wo Veolia erfolgreicher ist als wir.“ Die Bilanzdaten zeigten, dass Gelsenwasser auf einen Partner nicht angewiesen sei: „2003 waren wir besser als Veolia.“

Hinter vorgehaltener Hand wird man bei Gelsenwasser deutlicher: „Was kann uns Veolia bieten? Im Wasser kennen wir uns selber bestens aus“, heißt es in Unternehmenskreisen, „wir bräuchten vielmehr einen Partner, der Kompetenz im Gasgeschäft mitbringt“. Gas ist das dritte Standbein von Deutschlands größtem Trink- und Abwasserkonzern. Insgesamt versorgt er in Deutschland, Tschechien, Polen und Ungarn rund 6 Mill. Einwohner und zahlreiche Industriekunden.

Das Unternehmen ist zu 95 % im Besitz der Stadtwerke Bochum und Dortmund, die im Sommer die Anteile der Eon AG übernommen haben. Sie wollen ihre Beteiligung aber auf bis zu 51 % reduzieren. Neben Veolia gibt es noch eine Reihe anderer Interessenten

.

Ein Sprecher von Veolia wollte sich auf Anfrage nicht zu Griepentrogs Aussagen äußern. Der zweitgrößte Wasserkonzern der Welt war in einem Schreiben an die Eigentümer auf Bedenken eingegangen, er wolle das Unternehmen unter seine Kontrolle bringen (Handelsblatt vom 3. 3. 2004). Er sicherte Gelsenwasser vielmehr für den deutschen Markt zu 90 % Exklusivität zu.

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