Transportkapazitäten kaum ausgelastet
Eurotunnel nähert sich der Gewinnzone

Der Betreiber des Tunnels unter dem Ärmelkanal, Eurotunnel, blickt nach einer Zitterpartie von mehr als 20 Jahren optimistisch in die Zukunft. "Wir werden unsere bisherige Prognose für das Betriebsergebnis von 370 Millionen Euro in diesem Jahr übertreffen“, sagte Firmenchef Jacques Gounon im Gespräch dem Handelsblatt.

PARIS. Der Manager setzt dabei auf den Erfolg des Schnellzugs Eurostar, der Paris und London in zwei Stunden und 15 Minuten verbindet. Ferner will Gounon das Frachtgeschäft ausbauen. Helfen soll dabei vor allem eine Preissenkung um 50 Prozent, die Eurotunnel mit verschiedenen Bahnunternehmen vereinbarte. Die Transportkapazitäten von Eurotunnel sind derzeit nur zu zehn Prozent ausgelastet.

Eurotunnel wurde vor rund 20 Jahren als französisch-britische Gesellschaft gegründet. Das Unternehmen rang jahrelang mit der Pleite. Denn bei den Planungen wurde das Verkehrsaufkommen überschätzt, die Baukosten unterschätzt. Auf Druck der britischen Regierung musste der Tunnel vollständig privat finanziert werden. In der Folge türmte Eurotunnel einen Schuldenberg von neun Mrd. Euro auf und drohte unter der Zins- und Tilgungslast zusammenzubrechen. Analysten gehen davon aus, dass Eurotunnel 2008 einen Nettogewinn erwirtschaften wird. Gounon äußerte sich dazu nicht. Die Sanierung sei erst beendet, wenn das Unternehmen zum ersten Mal eine Dividende zahle, erklärte er.

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