Trendwende bei Discountern
Aldi und Lidl punkten mit Lebensmitteln

Die Discounter gewinnen seit gut einem halben Jahr beachtliche Marktanteile. Das haben die Konsumforscher der GfK festgestellt. Wachstumstreiber ist der Branchenprimus Aldi, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet.
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DüsseldorfEs kommt Bewegung in den Handel mit Lebensmitteln. Bisher gingen Konsumforscher davon aus, dass die Umsätze von Discountern wie Aldi und Lidl stagnieren. Seit vier Jahren beobachten sie dies. Doch dies scheint sich zu ändern.

In den vergangenen Monaten konnten die Discounter offenbar Marktanteile gewinnen und beim Umsatz stark zulegen. Darauf deuten Daten des Nürnberger Marktforschers GfK hin.

„Die Discounter könnten sich zum Comeback des Jahres entwickeln“, sagte GfK-Handelsexperte Wolfgang Adlwarth der "Wirtschaftswoche". Seit August beobachten die Experten beachtliche Zuwächse bei deren Lebensmittelumsätzen.

Im Januar verbuchten die Discounter ein Plus von knapp acht Prozent. „Vor allem Aldi, nach wie vor das Schwergewicht in der Vertriebsschiene, treibt das Wachstum“, heißt es in der GfK-Untersuchung. Und dies trotz des Skandals um Pferdefleisch.

Aldi hat in den vergangenen Monaten einen umfassenden Umbau gestartet, zahlreiche Läden umgestaltet, Markenartikel wie Coca-Cola ins Sortiment geholt und das Angebot um Backwaren aus Automaten ergänzt. Im gesamten Lebensmitteleinzelhandel erwarten die GfK-Experten für 2013 einen moderaten Umsatzanstieg von 1,5 Prozent. 2012 lag das Plus bei rund 2,2 Prozent.

Dieser Umsatzanstieg könnte auch mit höheren Preisen einhergehen. Das meinen zumindest die Großhändler. Die Preise für Obst und Gemüse in Deutschland müssen aus dessen Sicht auch in diesem Jahr wieder steigen. „Es ist Augenwischerei, dem Verbraucher vorzugaukeln, dass bessere und sichere Lebensmittel zu immer günstigeren Preisen produziert werden können“, sagte Dieter Krauß, der Präsident des Deutschen Fruchthandelsverbands, am Dienstag in Berlin.

Noch erreiche die Branche keine auskömmlichen Preise. Im vergangenen Jahr waren die Preise für Obst überdurchschnittlich um 4,4 Prozent gestiegen, bei Gemüse lag das Plus laut Statistischem Bundesamt bei 1,7 Prozent.

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  • Gut daß ALDI Schluß gemacht hat mit den kleinen Schmuddelläden, denen so viele noch Tränen nachweinen. Mäusekot und Ungeziefer in den Lebensmitteln waren dort gang und gäbe. Gerade die kleinen Leute ließen, zu überhöhten Preisen, anschreiben. Bei ALDI gab es kein Anschreiben, dafür gute und saubere Ware. Allein die hohen Qualitätsanforderungen ALDIs an seine Lieferanten, und den Umgang damit, entlarven die meisten Kritiker als Unwissende. Wer dann noch die Entstehungsgeschichte mit den Ladeneröffnungen und -schließungen kennt (ermöglicht durch den Glauben des Bankhaus Burkhard & Co an den Erfolg), zählt Theo und Karl Albrecht zu den wirklich großen Deutschen.

  • Ich verstehe nicht, wie man behaupten kann, Aldi wäre weg vom Markt gewesen und jetzt wieder da. Vor allem, weil Aldi keine Zahlen herausgibt. Wenn man sich die Anzahl der Autos auf den Parkplätzen von Aldi und Rewe anschaut, weiß man, wo die Musik spielt. Bei Aldi!

  • Gute Waren, günstiger Preis das ist es was eine Firma lange am Markt und im Gewinn hält.

    Das Gegenbeispiel:
    ausreichend Waren jedoch am falschen Ort, Menschen die feiern und ohne soziale Sorgen arbeiten runiniert nicht nur Firmen sondern ganze Staatensysteme. Siehe Sozialismus, Griechenland, etc..

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