Trennung von Thames Water
RWE prüft Börsengang für Wassersparte

RWE prüft trotz eines regen Interesses von Finanzinvestoren für die zum Verkauf stehende Tochter Thames Water offenbar verstärkt einen Börsengang. Nach Informationen des Handelsblatts aus mit der Transaktion vertrauten Finanzkreisen hat der Energiekonzern einen Wettbewerb gestartet, in dem sich mehrere Banken um das Mandat für die Konsortialführung einer möglichen Aktienplatzierung bemühen.

HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Der Markt sei für einen Börsengang ideal, hieß es. Die endgültige Entscheidung, wie sich RWE von der Wassersparte trennen wird, sei aber noch nicht gefallen. Eine Konzernsprecherin lehnte auf Anfrage einen Kommentar ab.

RWE hatte Anfang November angekündigt, sich auf das Geschäft mit Strom und Gas zu konzentrieren und nach der Müllsparte auch das Wassergeschäft zu veräußern. Zum Verkauf stehen der größte britische Wasserversorger Thames Water und die kleinere US-Sparte American Water. Vorstandschef Harry Roels lässt für beide Unternehmen mehrere Optionen prüfen – neben dem Verkauf an strategische und Finanzinvestoren für Thames Water offenbar verstärkt auch den Börsengang.

RWE spüre ein großes Interesse von Investoren an einem Börsengang, hieß es in den Finanzkreisen. Außerdem seien Wasserunternehmen in den USA und Großbritannienderzeit sehr hoch bewertet. Der Gesamtwert von Thames Water liege bei rund acht Mrd. Pfund (rund zwölf Mrd. Euro). Das Problem: Bei einer Aktienplatzierung müsste RWE vermutlich schrittweise vorgehen, um einen guten Gesamterlös zu erzielen. Eine erste Tranche dürfte aber immerhin rund drei Mrd. Pfund einbringen, hieß es in den Kreisen.

Parallel haben zwar bereits auch schon eine Hand voll Finanzinvestoren ihr Interesse bekundet – darunter der britische Fonds Terra Firma und die australische Bank Macquarie. Für einen Finanzinvestor dürfte die komplette Übernahme der Wassersparte aber kaum zu stemmen sein, hieß es in den Finanzkreisen. Realistisch wäre nur ein gemeinsames Gebot mehrerer Investoren.

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