Triebwerksprobleme
A380 muss Frankfurt-Flug abbrechen

Der Superjumbo A380 steht wegen vieler technischer Probleme derzeit im Fokus. Jetzt musste eine Maschine der Singapore Airlines ihren Flug nach Frankfurt abbrechen. Der Grund: Probleme an einem Triebwerk.
  • 3

SingapurWegen Triebwerksproblemen hat am Dienstag ein Superjumbo A380 der Singapore Airlines (SIA) seinen Flug nach Frankfurt abgebrochen und ist nach Singapur zurückgekehrt. Der Flieger sei ohne Zwischenfälle gelandet, sagte eine SIA-Sprecherin. Die Besatzung habe von Schwierigkeiten an einem der vier Triebwerke berichtet. Diese würden nun in Rücksprache mit dem Triebwerkshersteller Rolls-Royce untersucht.

SIA ist einer der größten Nutzer des Airbus-Superjumbos. Die Fluggesellschaft hat 16 der A380-Flieger in Betrieb und soll drei weitere in diesem Jahr erhalten. Der Superjumbo steht wegen einer Reihe technischer Probleme im Fokus. Zuletzt hatte die Europäische Agentur für Flugsicherheit die Überprüfung aller bislang ausgelieferten A380 angeordnet, nachdem Techniker die Haarrisse in Tragflächen festgestellt hatten.

Ende 2010 war das Triebwerk eines A380 der australischen Qantas in der Luft explodiert, was die Maschine zu einer Notlandung in Singapur zwang. Bei dem Zwischenfall am Dienstag war der A380 nach Angaben der Singapur Airlines bereits knapp drei Stunden in Richtung Frankfurt unterwegs, als die Entscheidung zur Umkehr fiel. Nach der Rückkehr nach Singapur wurden die Passagiere in eine andere Maschine gebeten und machten sich umgehend erneut in Richtung Frankfurt auf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Triebwerksprobleme: A380 muss Frankfurt-Flug abbrechen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Viel interessanter als die Frage, wo die Risse auftreten, ist die Frage wodurch Sie auftreten. Einigen Quellen zu Folge treten die Risse bereits durch den Fertigungsprozess auf. Das ist ein wichtiger Unterschied, da Risse durch Betrieb auf Überbelastung schließen ließen - und damit gefährlich; nicht so bei Haarrissen, die durch Belastung im Fertigungsprozess auftreten und Teile betreffen, die im Flug gar nicht so weit beansprucht werden, dass die Haarrisse eine Relevanz hätten.
    Eine anschauliche Erklärung gibt es hier: http://austrianaviation.net/news-international/news-detail/datum/2012/02/09/a380-haarrisse-zerreissprobe-fuer-airbus.html

  • @ vivi:
    "Befestigungsclips für Flügelrippen" klingt aber spannend, was ist das denn? Ich würde sagen, dass eine derartige Umformulierung eine falsche Vorstellung bei den Lesern hervorruft - demnach denke ich hier an unwichtige Plastikclips, denen man keine Bedeutung zumessen muss...

  • Kann mal einer endlich die Wahrheit sagen?
    Es sind Haarisse an einige Befestigungsclips für Flügelrippen aufgetreten.
    Ein Haarriss "an den Flügel" impliziert eine flasche Vorstellung bei den Lesern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%