Trotz des Gutachtens von Morgan Stanley
Bahn bleibt auf Börsenkurs

Die Deutsche Bahn hält trotz des massiven Widerstands aus Politik und Verbänden an ihren Börsenplänen fest. Über Preiserhöhungen im Personenverkehr habe der Vorstand noch keinen Beschluss gefasst.

HB BERLIN. „Wir sind am unteren Ende des Zielkorridors, aber im Zielkorridor“, sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn am Donnerstagabend in Berlin. Angesichts der Halbjahreszahlen unter Plan verwies Mehdorn darauf, dass das zweite Halbjahr traditionell bei der Bahn besser laufe. Die US-Bank Morgan Stanley hat im Auftrag des Bundes ein weiteres Gutachten vorgelegt, in dem die Chancen auf einen Börsengang 2006 skeptischer als noch im Frühjahr beurteilt werden. Einige Experten glauben aber, dass das zweite Halbjahr für die Bahn eher noch schwerer werde.

Mehdorn sagte, dass sich der Personenverkehr insgesamt trotz des Problems Fernverkehr gut entwickele. Zu den zuletzt angedeuteten Preiserhöhungen gebe es noch keinen Vorstandsbeschluss. Sparten-Vorstand Karl-Friedrich Rausch sagte, in diesem Zusammenhang gebe es verschiedene Prüfaufträge. Rausch bestätigte aber, dass mit dem Fahrplanwechsel im Dezember der Anteil teuerer ICEs im Fernverkehr steigt.

„Unsere Ziele sind nicht in Gefahr“, sagte Finanzvorstand Diethelm Sack mit Blick auf den seit mehreren Verlustjahren wieder angepeilten Gewinn für 2004. „Es gibt Probleme, war haben aber genug Steuerungspotenzial“, betonte Sack. Im ersten Halbjahr hatte der Konzern einen Betriebsverlust nach Zinsen von 62 Mill. Euro ausgewiesen.

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