Trotz Gewinnzuwachs
Deutsche Post bleibt unter Markterwartung

Durchwachsene Bilanz zum Jahresstart: Während Express- und Paketgeschäft wachsen, wird die Deutsche Post von Problemen im Frachtgeschäft gebremst. Umsatz- und Gewinnzahlen liegen zudem unter den Markterwartungen.
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DüsseldorfUngünstige Währungseffekte und ein lahmendes Frachtgeschäft haben die Deutsche Post zu Jahresbeginn gebremst. Zwar legten im Konzern durch Zuwächse im Express- und Paketgeschäft Umsatz und Gewinn im ersten Quartal zu, doch blieben die Ergebnisse insgesamt unter den Erwartungen des Marktes. „Wir wussten, dass 2014 ein herausforderndes Jahr werden würde - für uns und für die gesamte Branche“, räumte Finanzchef Larry Rosen am Donnerstag ein: „Das hat sich in den ersten drei Monaten bewahrheitet.“ Rosen bekräftigte die Jahresprognose. Die Post will mit der seit Januar geltenden Portoerhöhung im Rücken 2014 den operativen Gewinn auf 2,9 bis 3,1 Milliarden Euro steigern. Zusätzliche Impulse soll dem Geschäft auch der Paketkasten geben, mit dem die Bonner in dieser Woche an den Start gingen.

Die Post verzeichnete bei einem Umsatz von 13,569 (Vorjahr: 13,4) Milliarden Euro im Auftaktquartal einen operativen Gewinn (Ebit) von 726 (710) Millionen Euro. Der Überschuss nach Anteilen Dritter stieg auf 502 (498) Millionen Euro. Analysten hatten bei einem Umsatz von 13,605 Milliarden Euro ein Ebit von 745 Millionen Euro prognostiziert.

Der Post machen mit ihrem weltumspannenden Netz Währungseffekte zu schaffen: Der Euro hat gegenüber Währungen von Schwellenländern aufgewertet, auch gegenüber dem Dollar machte er Boden gut. In den Bilanzen des Konzerns schlägt sich das nieder, denn dieser erzielte über neun Milliarden Euro seines Umsatzes im Ausland. Hinzu kommt, dass viele Kunden aus Kostengründen von der Luftfracht auf die günstigere Seefracht umsatteln - die Umsätze der Frachtsparte schrumpften im Quartal und ihr Ergebnis halbierte sich fast.

Im deutschen Heimatmarkt will die Post weiter vom boomenden Online-Handel profitieren. Die Verbraucher bestellen ihre Waren im Internet, die Post liefert diese dann aus. Um seine Marktposition auszubauen, bietet der Konzern nun auch Paketkästen an, die es den Verbrauchern erlauben, rund um die Uhr Sendungen zu empfangen. Die Konkurrenz soll bei den Post-Kästen außen vor bleiben. Die Resonanz der Verbraucher auf die Kästen sei sehr positiv, betonte Rosen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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