Trotz guter Zahlen
Lufthansa will Sparprogramm verschärfen

Die Lufthansa überrascht die Börse und legt deutlich bessere Quartalszahlen vor als erwartet. Insbesondere die Servicetöchter steigern den Konzerngewinn. Trotzdem warnt Lufthansa-Chef Franz vor zu großer Euphorie.
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FrankfurtDie Lufthansa hat wegen guter Geschäfte ihrer Tochtergesellschaften im abgelaufenen Quartal deutlich mehr Geld verdient. Der operative Gewinn nahm im Zeitraum von Juli bis Ende September um 6,2 Prozent auf 648 Millionen Euro zu, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Das ist weit mehr als die von Analysten erwarteten 522 Millionen Euro. Der Konzernumsatz zog um 6,2 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro an.

Rund lief es etwa beim Cateringableger LSG Sky Chefs. Aber auch im Fluggeschäft erwirtschaftete der Konzern mehr Gewinn – hier zahlte sich die Sanierung von Austrian Airlines aus, und auch die Schweizer Airline Swiss flog weiterhin profitabel.

Das Anfang des Jahres aufgelegte Sparprogramm soll trotz des Gewinns nochmals verschärft werden. „Wir haben nicht die Ertragskraft, die wir brauchen“, sagte Konzernchef Christoph Franz. Konkretes werde Ende des Jahres vorgestellt. Eines der größten Probleme ist die hohe Tankrechnung der Gruppe: Allein in diesem Jahr dürften die Ausgaben für Flugzeugsprit um 1,1 Milliarden Euro auf 7,4 Milliarden Euro steigen.
Mit Hilfe des laufenden Umbauprogramms will die Lufthansa ihr Ergebnis um 1,5 Milliarden Euro steigern – unter anderem durch einen einschneidenden Jobabbau. Deutschlands größte Fluglinie zählt rund um den Globus 120.000 Mitarbeiter.
Das Unternehmen strebt im Gesamtjahr weiterhin einen operativen Gewinn im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich an. Das wäre ein Rückgang verglichen mit den 820 Millionen Euro im Jahr 2011. Die Kosten für das laufende große Sparprogramm sind darin noch nicht enthalten. Diese beliefen sich auf höchstens 100 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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