Trotz Rhön-Kauf Fresenius sieht sich für Übernahmen gerüstet

Es ist der fünfte Großeinkauf für den Gesundheitskonzern seit 2005 - dennoch sieht sich Fresenius auch nach der Rhön-Übernahme für weitere Zukäufe gerüstet. „Wir wollen flexibel bleiben“, sagte der Fresenius-Chef.
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Blick auf den Eingang zur Konzern-Zentrale der Fresenius AG in Bad Homburg. Quelle: dpa

Blick auf den Eingang zur Konzern-Zentrale der Fresenius AG in Bad Homburg.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Gesundheitskonzern Fresenius sieht sich auch nach der geplanten Milliarden-Übernahme des Konkurrenten Rhön Klinikum für weitere Zukäufe gerüstet. "Wenn Gelegenheiten kommen, dann möchten wir flexibel sein. Das haben wir auch dieses Mal in unserem Finanzierungskonzept berücksichtigt", sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider der "Euro am Sonntag" laut Vorabbericht vom Samstag. Die 3,1 Milliarden Euro schwere Übernahme des Klinikbetreibers Rhön wäre die fünfte Großakquisition der Hessen seit 2005.

Schneider geht allerdings davon aus, dass die Rentabilität des Gesamtkonzerns nach dem Kauf zurückgeht. "Rein rechnerisch ist es so, dass durch die Verstärkung des Krankenhausgeschäfts die durchschnittliche Ebit-Marge des Konzerns sinkt", sagte der Manager. Er betonte zugleich die gute Kapitalrendite und das vergleichsweise niedrige Risiko des Krankenhausgeschäfts.

Das sind die größten Gesundheits-Arbeitgeber
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Platz 15 - Techniker Krankenkasse

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat die größten Arbeitgeber im Gesundheitswesen zusammengestellt. Die Techniker Krankenkasse (TK) findet sich auf Platz 15 des Rankings. Im Jahr 2010 beschäftigte die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands 9900 Vollzeitbeschäftigte. Die Mitarbeiterzahl blieb im Vorjahresvergleich unverändert. Bei den tatsächlichen Mitarbeitern (inklusive Teilzeitbeschäftigten) blieb die Zahl mit 11.428 ebenfalls so gut wie unverändert.

huGO-BildID: 11475127 Eine Mitarbeiter der Augenoptikerkette Fielmann schaut am 28. August 2008, in Frechen in einen Spiegel. Der Optikkonzern Fielma
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Platz 14 - Fielmann

Deutschlands größte Optikerkette beschäftigte im vorletzten Jahr 10.000 Vollzeitmitarbeiter. Das waren 300 mehr als ein Jahr zuvor. Inklusive der Beschäftigten in Teilzeit stieg die Mitarbeiterzahl auf 11.000 (plus 3,7 Prozent).

Press Pictures: Copyright
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Platz 13 - Siemens Medical Solutions

Im Bereich Medizintechnik von Siemens waren 2010 insgesamt 10.000 Menschen in Vollzeit beschäftigt - 200 weniger als ein Jahr zuvor. Da Siemens Medical Solutions nur noch weltweite Zahlen veröffentlicht, liegen für das Unternehmen keine Gesamtmitarbeiterzahlen vor.

Klinikkonzern Vivantes
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Platz 12 - Vivantes

Beim Krankenhauskonzern Vivantes aus Berlin waren 10.078 Vollzeitmitarbeiter angestellt. Das waren im 2,1 Prozent mehr als 2009. Auch bei den Teilzeitmitarbeitern gab es einen Zuwachs. Die Zahl der Gesamtbeschäftigten stieg um 3,7 Prozent auf 13.541.

B. Braun Melsungen AG
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Platz 11 - B. Braun Melsungen

Das Pharma- und Medizinbedarfsunternehmen aus Melsungen beschäftigte 10.100 Vollzeitmitarbeiter (plus 5,8 Prozent). Auch die Gesamtzahl der Beschäftigten ist ansteigend. Mit 11.251 Mitarbeitern waren 2010 5,4 Prozent mehr Menschen bei B. Braun beschäftigt.

huGO-BildID: 14017129 ARCHIV - Ein Mitarbeiter ueberwacht am 30. Oktober 2007 im Labor von Boehringer Ingelheim in Ingelheim die Produktion von Dosie
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Platz 10 - Boehringer Ingelheim

Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten blieb bei Boehringer im Jahresvergleich stabil bei 10.800. Insgesamt waren mit 11.475 genau acht Mitarbeiter weniger beim Pharmaunternehmen aus Ingelheim tätig.

Roche will Produktion von Tamiflu bis 2006 verzehnfachen
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Platz 9 - Roche

Die deutsche Ländergesellschaft des Schweizer Pharmaunternehmens beschäftigte nach dem RWI-Ranking 11.820 Vollzeitmitarbeiter (Zahlen aus 2009). Inklusive der Beschäftigten in Teilzeit liegt die Zahl bei 13.472 Menschen.

Fresenius bietet den Rhön-Aktionären 22,50 Euro pro Anteilschein. Zusammen mit seiner Tochter Helios würde der Bad Homburger Konzern damit den unangefochtenen Marktführer unter den privaten Klinikbetreibern in Deutschland mit mehr als 80.000 Mitarbeitern formen. Ob Fresenius mit seiner Offerte Erfolg hat, ist allerdings keinesfalls sicher, da über 90 Prozent der Rhön-Aktionäre diese annehmen müssen. "Wenn es nicht zu den 90 Prozent reicht, dann wird das Angebot hinfällig", machte Schneider deutlich.

Der Konzernchef stellte den Fresenius-Aktionären eine höhere Dividende für das laufende Geschäftsjahr in Aussicht. "Wird die Gewinnprognose erreicht, und davon gehen wir fest aus, dann wird es 2013 die 20. Dividendenerhöhung in Folge geben", sagte er. Auch die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) ist weiter gut unterwegs: "Wir sind fest davon überzeugt, dass FMC die Jahresprognose erreichen oder übertreffen wird", sagte Schneider.

  • rtr
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