Trotz Sanierungsbemühungen
Karstadt verliert noch mehr Geld

Der angeschlagene Karstadt-Quelle-Konzern verliert, allen Sanierungsbemühungen des Vorstands zum Trotz, weiterhin deutlich an Ertragskraft. Obwohl die Karstadt-Häuser im letzten Quartal beachtlich zulegten, zeigen nahezu alle Ertragskennziffern im Konzern nach unten.

DÜSSELDORF. Selbst das durch Fußball-WM und Jubiläumsaktionen („125 Jahre Karstadt“) beflügelte Warenhausgeschäft, dem Konzernchef Thomas Middelhoff am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen das größte Umsatzwachstum „seit dem Mauerfall vor 17 Jahren“ bescheinigte, konnte im Sommer den Niedergang nicht stoppen.

Obwohl die Karstadt-Häuser im letzten Quartal beachtliche 6,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zulegten, zeigen nahezu alle Ertragskennziffern im Konzern nach unten. Der Rohertrag, also die Spanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreisen, verringerte sich um fast zehn Prozent – was auf ausgiebige Rabattaktionen hindeutet, ohne die der Umsatz wohl deutlich schwächer gewachsen wäre.

Auch der Verkauf der Konzernimmobilien ließ mit positiven Effekten auf sich warten. Nach der Veräußerung zahlreicher Häuser sank das Ergebnis von Karstadt-Quelles Immobiliensparte im dritten Quartal um 69 Mill. Euro, die Zinszahlungen verminderten sich im Gegenzug aber nur um 54 Mill. Euro.

Unterm Strich rutschte Karstadt-Quelles Konzernergebnis, das wegen Restrukturierungskosten und zahlreicher Firmenverkäufe nur schwer mit den Vorjahreswerten vergleichbar ist, mit 79 Mill. Euro ins Minus – nach einem Plus von 19 Mill. Euro im dritten Quartal des Vorjahres. Mit einem negativen Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 182 Mill. Euro verlor der Konzern in den ersten neun Monaten doppelt so viel Geld wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

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