Trotz schlechtem Jahr: Bahn-Vorstände verdoppeln ihre Erfolgsprämien

Trotz schlechtem Jahr
Bahn-Vorstände verdoppeln ihre Erfolgsprämien

Die Umsatz und Gewinnziele hat die Bahn verfehlt, andere Ansprüche wurden unter den Teppich gekehrt. Den Konten der Vorstände schadet das aber nicht. Für Grube und seine Kollegen gab es für 2014 dicke Prämien.

DüsseldorfFür die Deutsche Bahn ist das Geschäftsjahr 2014 nicht gut gelaufen. Umsatz- und Gewinnziele wurden verfehlt, das große Ziel, bis 2020 das Geschäft fast zu verdoppeln, musste Konzernchef Rüdiger Grube kassieren. Für Grube und die anderen sieben Vorstände des Staatsunternehmens war es trotzdem ein ertragreiches Jahr.

Sie kassierten nach Informationen des Handelsblatts (Donnerstagausgabe) 7,28 Millionen Euro an Erfolgsprämien, mehr als doppelt so viel wie die 3,42 Millionen Euro im Vorjahr. Besonders stark stiegen dabei die kurzfristigen Boni – von 1,9 auf 5,2 Millionen Euro. Das bedeutet einen Zuwachs von 174 Prozent.

Die Bahn legt am Donnerstag ihren Jahresabschluss vor.

Dieter Fockenbrock
Dieter Fockenbrock
Handelsblatt / Chefkorrespondent

Kommentare zu " Trotz schlechtem Jahr: Bahn-Vorstände verdoppeln ihre Erfolgsprämien"

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  • Die Manager sollten mal aus Nichts etwas aufbauen; da würden sie höchstwahrscheinlich auf ganzer Linie versagen. Zukaufen und damit Umsatz erhöhen ... kann jeder Volltrottel.

    Schönes Beispiel fand ich immer DHL. Der Zumwinkel hat doch nichts auf die Reihe bekommen. Wenn der nicht massiv zugekauft hätte ... boa noite.
    Und von Middelhoff will ich hier gar nicht schreiben.

    Die Typen denken alle sie sind die Geilsten und haben Anspruch auf den höchsten Respekt; dabei haben ihn die Arbeiter und Angestellten eines Unternehmens verdient; und die Kunden.


    Das ist eine absolute Lachnummer.

  • Versagen und dafür doppelte Boni kassieren. Das ist Deutschland heute! Warum wird in Deutschland Versagen belohnt?

  • Tja, angestellte Manager...wahrscheinlich muss wegen den schlechteren Zahlen jetzt am Personal gespart werden. Wieviel Prämie bekommen denn die Arbeiter des Staatsunternehmens als "Erfolgsbeteiligung"? Höchstwahrscheinlich: Null.

    Mit dem gesunden Menschenverstand mal betrachtet frage ich mich: kommt sich die Führungsspitze eigentlich nicht bescheuert vor?
    Klar ist es gang und gäbe Prämien zu zahlen: aber bei ERFOLG ! Anderseits: als Manager ist es gefälligst mein Job den Laden zu lenken. Warum muss man da derartige Prämien zahlen?

    Einziger Trost: Höchststeuersatz beim Gehalt. Theoretisch. Praktisch wahrscheinlich: 10% oder weniger.

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