Tui erwägt Austritt aus Arbeitgeberverband
Tourismus-Branche fordert harte Tarif-Schnitte

Im Schatten der Krise in der Tourismus-Branche und dem scharfen Wettbewerb unter den Billigfliegern wird auch bei den Tarifverhandlungen für die Branche mit harten Bandagen gekämpft. Der Reisekonzern Tui erwägt bereits einen Austritt aus dem Arbeitgeberverband.

HB FRANKFURT. Die Tarifverhandlungen für rund 70 000 Beschäftigte in der Branche sollen am kommenden Montag in Frankfurt in zweiter Runde fortgesetzt werden. Längere oder flexiblere Einsatzzeiten von Piloten, eine stärkere Verteilung der Arbeitszeit auf das gesamte Jahr oder auch vom Unternehmensgewinn abhängige Zahlungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld stehen bei vielen Verhandlungen im Vordergrund.

Die Touristikunternehmen seien Krisenerscheinungen ausgesetzt, die inzwischen eine dauerhaft veränderte Situation bedeuteten, betont die Tarifgemeinschaft des Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalter Verbandes. An diesem Montag steht in Frankfurt die zweite Verhandlungsrunde für die rund 70 000 Beschäftigten an. Der Branchenprimus Tui droht unverhohlen mit dem Austritt aus dem Arbeitgeberverband, wenn es nicht zu einer Einigung kommt.

Auch in der Luftfahrt, in der für einzelne Unternehmen getrennt verhandelt wird, geht es längst nicht mehr um nur die Frage, ob das Gehalt um ein oder zwei Prozent angehoben wird. Vielen Gesellschaften sitzen Low-Cost-Carrier wie Easyjet oder Ryanair im Nacken. Bei der Lufthansa laufen die Gespräche derzeit auf Hochtouren, im Kern hat sich die größte deutsche Fluggesellschaft mit der Gewerkschaft Verdi auf eine Neuausrichtung des Konzerntarifvertrags verständigt, heißt es in der Mitarbeiterzeitung „Lufthanseat“. Bis Mitte August soll ein „Bündel von Maßnahmen“ vereinbart werden.

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