Tui lässt Reiseleiter schulen
Treibstoffzuschläge für Sommerurlaub drohen

Wegen der hohen Treibstoffkosten schließt nun auch Marktführer Tui höhere Preise für den Sommerurlaub nicht aus. Zudem will Tui hat als erstes Reiseunternehmen in Deutschland sein internes Krisenmanagement überprüfen lassen.

HB HANNOVER. „Wir können nicht ausschließen, dass unsere Fluggesellschaft Hapagfly von den Reiseveranstaltern einen Aufpreis für die Treibstoffkosten verlangt“, sagte ein Tui-Sprecher am Montag in Hannover. „Es gibt dazu aber derzeit keine konkreten Pläne“, fügte er hinzu.

Die Ferienfluggesellschaft des Cook-Konzerns, Condor, hatte am Wochenende erklärt, es werde derzeit über Kerosinzuschläge für die Sommersaison beraten. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ hatte berichtet, Condor wolle bereits in dieser Woche die Tarife für alle Flüge ab Juli im Einzelplatzverkauf zwischen zwei Euro für Kurzstrecke und 15 € für Langstrecke erhöhen. Bei den Angeboten für die Reiseveranstalter würden die Tarife sogar bis zu 26 € steigen. Es gelte als sicher, dass die Preiseerhöhungen der Fluggesellschaften von den Reiseveranstaltern direkt an die Kunden weiter gegeben würden.

Bereits im Dezember hatten alle großen deutschen Ferienfluggesellschaften für die mittlerweile beendete Wintersaison Kerosinzuschläge eingeführt. Innerhalb der Reisebranche stoßen angesichts des unverändert hohen Rohölpreises unterschiedliche Interessen aufeinander. Während die Fluggesellschaften auf Zuschläge drängen, um nicht in die roten Zahlen zu rutschen, wollen die Veranstalter angesichts des harten Wettbewerbs ihre Preiskalkulationen für den Sommer möglichst halten. Bereits zu Jahresbeginn waren die wieder günstigeren Prognosen für das seit mehreren Jahren kriselnde Reisegeschäft mit Blick auf die Kerosinpreisentwicklung eingeschränkt worden.

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