Tui-Quartalszahlen
Nordafrika-Urlaub ist wieder gefragt

Mehr als 250 Millionen Euro beträgt das Minus bei Tui im ersten Quartal. Der Touristikkonzern ist aber dennoch zuversichtlich. Die Hotels & Resorts entwickeln sich gut - und Reisende wollen wieder nach Nordafrika.
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FrankfurtDer Touristikkonzern Tui ist in seinem zweiten Geschäftsquartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust summierte sich in den Monaten Januar bis März auf 265,5 Millionen Euro nach 209,4 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie Tui am Donnerstag mitteilte. Grund dafür seien vor allem die geplanten Restrukturierungskosten für den französischen Markt sowie ein schlechterer Beitrag der Reederei Hapag-Lloyd.

Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) lag bei einem Minus von 224 Millionen Euro (Vorjahr minus 256 Millionen Euro). Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 3,3 Milliarden Euro (Vorjahr 3,1 Milliarden Euro). Hier habe sich die sehr gute Entwicklung bei Tui Hotels & Resorts, ein positiver Geschäftsverlauf bei Tui UK in Großbritannien sowie das Wiederanziehen der Nachfrage nach Nordafrika-Urlauben positiv niedergeschlagen, erklärte der Konzern.

Rote Zahlen sind im Winter für Tourismusunternehmen nicht ungewöhnlich, das Hauptgeschäft ist weiter der Sommerurlaub. Von Reuters befragte Analysten hatten für das abgelaufene Quartal im Schnitt mit einem Nettoverlust von 191 Millionen Euro und einem Umsatz von 3,2 Milliarden Euro gerechnet. Im Gesamtjahr erwartet Tui weiterhin einen moderaten Zuwachs bei Umsatz, eine leichte Verbesserung des operativen Ergebnisses sowie ein positives Konzernergebnis.

Die Tochter Tui Travel hatte sich am Mittwoch zuversichtlich für das Sommergeschäft gezeigt. Die Buchungszahlen des Reiseveranstalters für die warmen Monate verbesserten sich in allen etablierten Märkten außer Frankreich, sagte Tui-Travel-Chef Peter Long.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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