Tui
Start mit Fragezeichen

Der Countdown läuft: In einem Monat gehen an der Londoner Börse die Aktien der neuen Tui Travel in den Handel. Der Gigant soll den schwierigen, von Krieg, Krisen und Konjunktur bedrohten Markt neu aufrollen. Doch über dem Start stehen einige Fragezeichen.

DÜSSELDORF. Der Touristik- und Schifffahrtskonzern Tui, im Reisemarkt ohnehin die europäische Nummer eins, fusioniert die touristischen Aktivitäten mit dem britischen Veranstalter First Choice.

So entsteht ein Gigant, der unter Führung des reichlich mit Vorschusslorbeeren bedachten First-Choice-Chefs Peter Long den schwierigen, von Krieg, Krisen und Konjunktur bedrohten Markt neu aufrollen soll. Die britischen Aktionäre haben ihre Zustimmung kürzlich gegeben, und so kann der Deal nun wohl wie geplant laufen.

Der Neubeginn in London enthebt Tui-Vorstandschef Michael Frenzel ein Stück weit der unternehmerischen Verantwortung für die Touristik. Das mag die Angriffslust der Tui-Aktionäre auf der nächsten Hauptversammlung bremsen, doch was die deutsch-britische Gemeinsamkeit für den Konzern in Hannover bedeutet, ist weithin unklar.

Längst wuchern Spekulationen, dass Frenzel nach dem Umbau der Preussag zur Tui nun eine Chance sieht, das volatile Reisegeschäft elegant loszuwerden. Doch dagegen spricht, dass die Tui bei der Londoner Tochter die Mehrheit und das Recht zum Mitregieren hat. Was solche Einschätzungen allerdings wert sind, wenn ein Finanzinvestor mit einem guten Preis für diese Mehrheit winkt, zeigt sich erst dann.

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