Tui stimmt zu
Der Weg für den Börsengang von Hapag-Lloyd ist frei

Hapag-Lloyd setzt die Segel in Richtung Börsengang: Der Aufsichtsrat des Mutterkonzerns Tui hat den Weg heute freigemacht. Aber beim Verkauf der Anteile geht die Tui schön bedächtig voran.
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Hannover .

Der Reisekonzern Tui verringert seinen Anteil an der Containerreederei Hapag-Lloyd. Tui will 11,33 Prozent seiner Anteile an das Hamburger Konsortium Albert Ballin verkaufen, zu dem unter anderem die Stadt Hamburg zählt. Das teilte der Konzern am Donnerstag nach einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats in Hannover mit. Der Kaufpreis liege bei 315 Millionen Euro. Das Konsortium hält bereits die Mehrheit an der Reederei. Die Gruppe hat ein Optionsrecht bei einem Verkauf der Tui-Anteile und muss dem Kauf noch zustimmen.

Tui hält noch 49,8 Prozent an Hapag-Lloyd und will sich vollständig von seinen Anteilen trennen. Das Hamburger Konsortium unter dem Namen Albert Ballin, zu dem neben der Stadt Hamburg und Finanzunternehmen auch der Unternehmer Klaus-Michael Kühne gehört, hält die übrigen 50,2 Prozent der Reederei-Anteile.

Finanzchef Horst Baier hatte auf der Hauptversammlung im Februar jedoch nicht ausgeschlossen, zunächst einen Rest der Anteile im Konzern zu behalten. Der Tui kommt es in erste Linie darauf an, den höchstmöglichen Erlös zu erzielen. Das Management hatte im Februar zugleich deutlich gemacht, den Börsengang von Hapag-Lloyd noch vor Jahresmitte angehen zu wollen. Die Pläne liefen derzeit auf das zweite Kalenderquartal hinaus. Parallel dazu schließt Tui auch den Verkauf an einen Investor nicht aus. Die Mehrheit an der früheren Konzerntochter hatte Tui bereits vor zwei Jahren an das Hamburger Konsortium Albert Ballin verkauft, zu dem unter anderem der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne, die Stadt Hamburg sowie Banken und Versicherungen zählen.

Der Aufsichtsrat war am Donnerstag zu Beratungen über den geplanten Börsengang der Reederei zusammengekommen. Der Reisekonzern hatte auf der Hauptversammlung Anfang Februar deutlich gemacht, den Börsengang von Hapag-Lloyd noch vor Jahresmitte angehen zu wollen.

Die Pläne liefen derzeit auf das zweite Kalenderquartal hinaus. Parallel dazu schließt Tui aber auch den Verkauf an einen Investor nicht aus. Entscheidend sei, den Wert der Beteiligung zu maximieren.

Die Containerreederei hatte für 2010 ein Rekordergebnis von 583 Millionen Euro bei einem Umsatz von 6,2 Milliarden Euro gemeldet. Nach dem Verkauf der 11,3 Prozent werde der Tiui-Anteil an Hapag-Lloyd noch bei 38,4 Prozent liegen, hieß es.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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