Tui-Tochter

Cinven im Bieterkampf um Hotelbeds vorne

Nachdem der Schweizer Reiseveranstalter Kuoni seine Bettenbank verkauft hat, gibt es nun ein Bietergefecht um die Tui-Tochter Hotelbeds. Doch ein Interessent habe sehr gute Chancen, heißt es aus informierten Kreisen.
Tui-Chef Fritz Joussen stellt sein Hotel-Onlinebuchungsgeschäft Hotelbeds zum Verkauf. Quelle: dpa
Tui

Tui-Chef Fritz Joussen stellt sein Hotel-Onlinebuchungsgeschäft Hotelbeds zum Verkauf.

(Foto: dpa)

Die Buyout-Firma Cinven ist der führende Bieter für die Übernahme des Hotel-Onlinebuchungsgeschäfts Hotelbeds von Tui. So heißt es aus informierten Kreisen. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Bettenbank mit Sitz auf der spanischen Urlaubsinsel. Dem Geschäftsmodell nach vermittelt sie Übernachtungskapazitäten – unter anderem auch an andere Reiseveranstalter, wie etwa Alltours, FTI und Der Touristik.

Cinven habe andere Interessenten überboten und befinde sich in finalen Übernahmegesprächen, hieß es. Tui werde möglicherweise bereits diese Woche den Verkauf bekanntgeben, jedoch seien auch eine Verzögerung oder ein Scheitern der Gespräche nicht auszuschließen, sagten die informierten Personen weiter. Der größte Reiseveranstalter Europas habe im vergangenen Jahr Banken engagiert, die den Verkauf von Hotelbeds abwickeln sollten. Von einem Wert von rund einer Milliarde Euro war damals die Rede.

Welche Städte Reisende lieben – und welche nicht
Platz 10: Leipzig
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Der Tourismus in Deutschland boomt – auch weil viele Bundesbürger angesichts der internationalen Sicherheitslage lieber im eigenen Land urlauben. Mehr als 433 Millionen Übernachtungen verzeichneten das Internetportal Billiger.de und die statistischen Landesämter 2015, 12 Millionen mehr als im Vorjahr.

Den Anfang der Top-Ten macht Leipzig. Die größte Stadt Sachsens verbuchte 2015 mit 2.232.282 Übernachtungen ein Plus von 2,3 Prozent und damit 64.973 Hotelbuchungen mehr.

Quelle: Billiger.de/Statistische Landesämter

Platz 9: Nürnberg
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3.013.201 Übernachtungen verbuchte Nürnberg 2015, satte 188.947 Gäste mehr als 2014. Die Hoteliers der fränkischen Metropole verbuchten damit ein Plus von 6,7 Prozent.

Platz 8: Stuttgart
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2015 wurden in der Heimat von Spätzle und Mercedes 3.561.490 Übernachtungen gebucht. Das sind 2,7 Prozent beziehungsweise 95.162 Gäste mehr.

Platz 7: Dresden
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Ein guter siebter Platz für Dresden? Von wegen! Die regelmäßigen Aufmärsche der Pegida-Bewegung haben ihre Spuren hinterlassen. Zwar verbuchte Dresden im letzten Jahr 4.308.631 Übernachtungen. Das waren jedoch 133.265, beziehungsweise 3 Prozent Buchungen weniger.

Platz 6: Düsseldorf
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Der andere Verlierer in den Top-Ten heißt Düsseldorf, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie Dresden: 4.403.960 Übernachtungen verbuchten die Hoteliers der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt 2015 – das waren 88.591 weniger als 2014.

Platz 5: Köln
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Platz 5 der deutschen Tourismus-Städte, Düsseldorf geschlagen: In der Domstadt darf man sich freuen. 5.984.881-mal blieben in Köln Gäste 2015 über Nacht. 247.905 Buchungen und damit 4,3 Prozent mehr als 2014.

Platz 4: Frankfurt am Main
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Den prozentual deutlichsten Zuwachs an Buchungen unter den zehn Top-Städten verzeichnet Frankfurt am Main. 630.816, beziehungsweise 7,8 Prozent mehr Übernachtungen verbuchte die hessische Landeshauptstadt 2015. Insgesamt registrierte Mainhattan 8.676.721 Übernachtungen.

Tui-Vorstandschef Friedrich Joussen baut den Konzern derzeit radikal um. Vertreter von Tui und Cinven lehnten Kommentare ab zu dem möglichen Verkauf ab.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Schweizer Reiseveranstalter Kuoni seine konzerneigene Bettenbank an den schwedischen Finanzinvestor EQT verkauft.

  • Bloomberg
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