Tui-Tochter fürchtet Alleingang der EU beim Emissionshandel
Billigflieger hlx sieht Wettbewerbsnachteil für Europäer

Der Tui-Billigflieger Hapag-Lloyd Express (hlx) sieht bei einem Alleingang der EU beim Emissionshandel einen klaren Wettbewerbsnachteil für europäische Airlines.

dpa HANNOVER. Die EU-Planungen, Fluggesellschaften wegen des Ausstoßes schädlicher Abgase am Emissionshandel zu beteiligen, könnten europäische Airlines auf dem Weltmarkt ausbremsen, kritisierte hlx-Chef Roland Keppler in einem dpa-Gespräch in Hannover. Die Ticketpreise würden nach Umsetzung der Richtlinie mit Sicherheit steigen.

Eine Abgabe für einen hohen CO2-Ausstoß erhöhe für die Airlines die Kosten. Diese würden weitergereicht. „Letztlich muss das der Endkunde tragen“, sagte Keppler. Das führe wegen des Konkurrenzdrucks national wie international zu Verzerrungen beim Wettbewerb. „Schon ein bis zwei Euro Aufschlag auf den Flugpreis können die Nachfrage abreißen lassen.“ Branchen-Experten rechnen in Folge der Umweltbestimmungen mit einem Preisanstieg von bis zu neun Euro.

Die Bundesregierung müsse darauf achten, „dass die EU keine Dinge forciert, die uns im internationalen Wettbewerb behindern“, forderte Keppler. Da Fluggesellschaften mit Sitz außerhalb der EU die Abgabe nicht leisten müssten, könnten sie ihre Tickets günstiger anbieten. Gleich ob die Bestimmungen, die am vergangenen Dienstag von der EU- Kommission gebilligt worden waren, umgesetzt würden oder nicht: Für das Konzept der Billigflieger besteht nach den Worten Kepplers keine Gefahr. „Dazu ist das Geschäftsmodell viel zu robust.“ Die zusätzliche Belastung werde höchstens das Wachstum der Branche bremsen.

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