Tuifly

Ferienflieger kehrt zurück zur Normalität

Der Startplan bei Tuifly hat sich wieder normalisiert – Ausfälle und Verzögerungen wird es nach jetzigem Stand nicht mehr geben. Die Zahl der Krankschreibungen sank nach Zugeständnissen an die Belegschaft rapide.
Der Ferienflieger kehrt nach den Turbulenzen der vergangenen Woche zurück zur Normalität. Quelle: dpa
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Der Ferienflieger kehrt nach den Turbulenzen der vergangenen Woche zurück zur Normalität.

(Foto: dpa)

HannoverNach tagelangen Ausfällen kehrt der Ferienflieger Tuifly zurück zur Normalität. „Wir werden alle geplanten Flüge anbieten können, so dass keine Verzögerungen mehr absehbar sind“, sagte Tuifly-Sprecher Jan Hillrichs am Montag in Hannover.

Die Zahl der Krankmeldungen, die vergangene Woche auch beim Partner Air Berlin zu heftigen Turbulenzen geführt hatten, nehme stark ab: „Die sind deutlich weniger geworden.“ Nach Angaben des Betriebsrats trafen sich Arbeitnehmervertreter und Vorstandsmitglieder am Konzernsitz in Hannover, um über den geplanten Umbau der Airline zu sprechen.

Tuifly soll nach den bisherigen Plänen in eine neue Dachholding unter Führung von Etihad integriert werden soll. Vertreter der Arbeitnehmer befürchteten Jobverluste und kritisierten unkonkrete Informationen. Am Freitag kam Tui dann den Forderungen mit einer mindestens dreijährigen Standort- und Tarifgarantie entgegen. Zudem wurde eine Entscheidung über die geplante Neuordnung auf Mitte November verschoben.

Das sind die Renditekönige der Lüfte
Air Berlin
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Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft ist seit Jahren einer der größten Geldvernichter der europäischen Luftfahrt. Im vergangenen Jahr betrug die operative Marge minus 7,5 Prozent. Fehlende Integration der zahlreichen Zukäufe und ein zu unklares Geschäftsmodell sind die Ursachen.

Air France-KLM
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Der Zusammenschluss der französischen Air France mit der niederländischen KLM im Jahr 2004 war die erste große Fusion in der europäischen Branche. Wirtschaftlich weiter gebracht hat sie beide Unternehmen nicht. Mit einer Marge von gerade einmal 4,28 Prozent ist die Airline eher schwach aufgestellt. Vor allem das streikfreudige Personal in Frankreich verhindert bislang harte Reformen.

Lufthansa
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Der deutsche Branchenprimus, zugleich nach Umsatz und Passagierzahlen die größte europäische Airline, wird seit Jahren umgebaut. Doch der Prozess dauert, auch weil die Mitarbeiter sich von früheren Zusagen zum Beispiel bei der Altersversorgung verabschieden müssen. Doch der Kurs zahlt sich langsam aus, die Marge lag 2015 bei 4,85 Prozent.

Emirates
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Die älteste der drei Airlines vom Persischen Golf schaffte im vergangenen Jahr die ansehnliche Marge von 9,80 Prozent. Ihr Vorteil: Mit dem Drehkreuz in Dubai und einer überwiegend aus Langstreckenmaschinen bestehenden Flotte arbeitet sie sehr effizient. Zudem bekommt die Airline volle Rückendeckung durch die Regierung.

IAG
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Die Gesellschaft entstand Anfang 2011 durch den Zusammenschluss der britischen British Airways und der spanischen Iberia. Hartes Management und weitere Übernahmen wie etwa die der Billig-Airline Vueling und der irischen Aer Lingus machten aus der Gruppe eine der renditeträchtigsten Airlines in Europa mit einer Marge von 10,22 Prozent im vergangenen Jahr. Inwieweit dieser Wert nach dem Brexit-Votum der Briten gehalten werden kann, ist allerdings offen.

Turkish Airlines
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Gleichauf bei der Rendite mit der IAG liegt Turkish Airlines (10,22 Prozent). Die Fluggesellschaft ist in den zurückliegenden Jahren rasant gewachsen. Ähnlich wie am Persischen Golf wird sie stark von der Regierung unterstützt, die sie als Treiber des Wirtschaftswachstums sieht. Offen ist, welche Folgen die zunehmende Isolation der Türkei für die Airline haben wird.

United Continental
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United Continental entstand 2010 durch die Fusion von United Airlines mit Continental Airlines. Der Zusammenschluss zog sich über mehrere Jahre hin, zum Beispiel flogen noch bis 2015 beide Airlines mit eigenem Personal. Auch die Integration der Informationstechnik dauerte. Das ging zu Lasten der Marge, United ist mit 13,64 Prozent das Schlusslicht unter den vier großen US-Airlines.

Auslöser der Neuordnung war eine Umstrukturierung der hoch verschuldeten Air Berlin – ein Drittel der Tui-Flotte fliegt samt Besatzung für die Berliner Fluggesellschaft.

  • dpa
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