Tuifly

Fluglinie weist Bericht über Easyjet-Einstieg zurück

Die deutsche Fluglinie Tuifly stellt klar: Eine Kooperation oder ein Einstieg des britischen Billigfliegers Easyjet sei kein Thema. Damit weist das Unternehmen einen Medienbericht zurück.
Update: 23.09.2016 - 18:44 Uhr
Ein zweiter Interessent soll Interesse an einem Kauf der Fluglinie haben. Quelle: AP
Billigfluglinie Tuifly

Ein zweiter Interessent soll Interesse an einem Kauf der Fluglinie haben.

(Foto: AP)

FrankfurtDer britische Billigflieger Easyjet steht nach Angaben von Tuifly nicht vor einem Einstieg bei der deutschen Touristenfluglinie. Eine Kooperation oder ein Einstieg von Easyjet bei Tuifly sei weder in Vorbereitung noch werde dies angestrebt, teilte die Fluggesellschaft am Freitag in einem Brief an die Mitarbeiter mit. Die Spekulationen seien unzutreffend.

Tuifly spreche aber angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage beim Partner Air Berlin immer wieder mit diesem selbst sowie mit anderen Fluggesellschaften und Partnern und lote Möglichkeiten für Kooperationen aus. "Alles andere wäre nicht verantwortungsvoll", erklärten Tuifly-Chef Jochen Büntgen und Aufsichtsratschef Henrik Homann.

Tuifly unterhält 41 Flugzeuge, von denen 14 bei Air Berlin im Einsatz sind. Mit den Gesprächen wolle sich die Fluglinie für den Fall einer weiteren Verschlechterung der Lage bei Air Berlin vorbereiten und auch den aktuellen Air-Berlin-Anteil in ihrem Flugprogramm in Deutschland sicher stellen, hieß es. Das "Manager Magazin" hatte am Donnerstag berichtet, Easyjet stehe kurz vor einem Einstieg bei Tuifly und wolle mit dem Schritt verhindern, dass das Votum Großbritanniens für den EU-Ausstieg das Geschäft in Kontinentaleuropa belastet.

Das sind Europas größte Billigflieger
SunExpress
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Die 1989 gegründete türkische Airline hat eine Flotte von 64 Fliegern und erwirtschaftet jährlich 1,1 Milliarden Euro Umsatz. In Deutschland fliegt die Airline unter anderem Hannover, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Leipzig und München an.

Quelle: CAPA, Unternehmensangaben

Stand (Größe der Flotte): Mai 2016

Transavia
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Die niederländische Tochter von Lufthansa-Rivale Air France bietet seit dem 30. Mai zwölf innerdeutsche Flüge pro Woche zwischen München und Berlin-Schönefeld an. Insgesamt verfügt die Airline über 66 Flieger und setzt 1,1 Milliarden Euro im Jahr um.

Pegasus
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Zuletzt konnte der türkische Billigflieger beeindruckende Wachstumszahlen vorweisen. Zwischen 2005 und 2014 hat sich der Umsatz verdreifacht. Mittlerweile beträgt er 1,1 Milliarden Euro. Zehn Prozent der internationalen Flüge aus der Türkei gehen auf das Konto der Airline. Die Flotte besteht aus 67 Fliegern.

Wizz Air
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Die Ungarn haben die niedrigsten Kosten in Europa, die nach Ryanair höchste Gewinnmarge und in ihrer osteuropäischen Heimat wenig Konkurrenz. Allerdings verschreckt Wizz mit ihrem extremen Geizservice, bei dem selbst Handgepäck an Bord extra kosten kann und fliegt meist nur kleine Städte an. Trotzdem setzt Wizz mit 67 Flugzeugen 1,4 Milliarden Euro um.

Eurowings
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Die Lufthansa-Tochter hat von der wohlhabenden Mutter die Vielflieger und das starke Bonusprogramm geerbt. Dazu hat Eurowings nach der Mutter die wertvollsten Startzeiten im wirtschaftlich starken Deutschland. Die Flotte verfügt aktuell über 89 Flieger. Der Umsatz beläuft sich auf 1,9 Milliarden Euro.

Norwegian
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Die Skandinavier beherrschen mit Norwegen den wohlhabendsten Flugmarkt in Europa. Dazu haben sie die beste Risikostreuung. Das Problem: Die Airline ist außerhalb Skandinaviens oft zu klein und bestenfalls noch in Großbritannien und Teilen Spaniens eine bekannte Marke, nicht aber in Deutschland und Frankreich. Trotzdem setzen die Norweger mit 98 Flugzeugen 2,4 Milliarden Euro um.

Vueling
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Im extrem umkämpften spanischen Markt hat Vueling dank ihrer Heimat Barcelona noch die beste Stellung. Die Konzernmutter IAG mit British Airways (BA) lässt ihrer Billigtochter viel Freiheit. Dazu erflog sich Vueling dank Serviceneuerungen einen guten Ruf. Vueling ist trotz allem etwas klein und nur in Spanien, Italien und Frankreich bekannt. Den großen Sprung in die hochpreisigen Märkte in Nordeuropa hat die Linie bisher gescheut. Mit 105 Flugzeugen setzen die Spanier jährlich zwei Milliarden Euro um.

Tuifly wies zudem frühere Spekulationen zurück, die Fluglinie könnte zusammen mit der Lufthansa die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki kaufen: "Auch das haben wir nicht vor." Nicht äußern wollte sich ein TUI -Sprecher zu Aussagen von Tuifly-Aufsichtsratsmitglied Martin Locher. Dieser hatte Reuters am Freitag gesagt, es gebe auch eine andere europäische Fluglinie, an die Tuifly veräußert werden könnte. Dabei handle es sich um eine Gesellschaft, die nicht in der EU ansässig sei. Ein Deal mit dieser wäre für die Angestellten von Tuifly negativ. Auch Easyjet habe über einen Einstieg bei der Airline verhandelt, jedoch sei nicht klar, ob diese Gespräche noch liefen. Locher ist gleichzeitig Pilot der Fluggesellschaft, die zum TUI -Konzern gehört.

  • rtr
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