Tuifly: Fluglinie weist Bericht über Easyjet-Einstieg zurück

Tuifly
Fluglinie weist Bericht über Easyjet-Einstieg zurück

Die deutsche Fluglinie Tuifly stellt klar: Eine Kooperation oder ein Einstieg des britischen Billigfliegers Easyjet sei kein Thema. Damit weist das Unternehmen einen Medienbericht zurück.

FrankfurtDer britische Billigflieger Easyjet steht nach Angaben von Tuifly nicht vor einem Einstieg bei der deutschen Touristenfluglinie. Eine Kooperation oder ein Einstieg von Easyjet bei Tuifly sei weder in Vorbereitung noch werde dies angestrebt, teilte die Fluggesellschaft am Freitag in einem Brief an die Mitarbeiter mit. Die Spekulationen seien unzutreffend.

Tuifly spreche aber angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage beim Partner Air Berlin immer wieder mit diesem selbst sowie mit anderen Fluggesellschaften und Partnern und lote Möglichkeiten für Kooperationen aus. "Alles andere wäre nicht verantwortungsvoll", erklärten Tuifly-Chef Jochen Büntgen und Aufsichtsratschef Henrik Homann.

Tuifly unterhält 41 Flugzeuge, von denen 14 bei Air Berlin im Einsatz sind. Mit den Gesprächen wolle sich die Fluglinie für den Fall einer weiteren Verschlechterung der Lage bei Air Berlin vorbereiten und auch den aktuellen Air-Berlin-Anteil in ihrem Flugprogramm in Deutschland sicher stellen, hieß es. Das "Manager Magazin" hatte am Donnerstag berichtet, Easyjet stehe kurz vor einem Einstieg bei Tuifly und wolle mit dem Schritt verhindern, dass das Votum Großbritanniens für den EU-Ausstieg das Geschäft in Kontinentaleuropa belastet.

Tuifly wies zudem frühere Spekulationen zurück, die Fluglinie könnte zusammen mit der Lufthansa die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki kaufen: "Auch das haben wir nicht vor." Nicht äußern wollte sich ein TUI -Sprecher zu Aussagen von Tuifly-Aufsichtsratsmitglied Martin Locher. Dieser hatte Reuters am Freitag gesagt, es gebe auch eine andere europäische Fluglinie, an die Tuifly veräußert werden könnte. Dabei handle es sich um eine Gesellschaft, die nicht in der EU ansässig sei. Ein Deal mit dieser wäre für die Angestellten von Tuifly negativ. Auch Easyjet habe über einen Einstieg bei der Airline verhandelt, jedoch sei nicht klar, ob diese Gespräche noch liefen. Locher ist gleichzeitig Pilot der Fluggesellschaft, die zum TUI -Konzern gehört.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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