TV-Kritik „Die Story“ in der ARD Wenn Fliegen zu Hirnschäden führt

Seite 2 von 3:
„Es muss wohl erst einen Grabstein geben“
Die sichersten Fluggesellschaften der Welt
Easyjet veroeffentlicht Quartalsbericht
1 von 20

Platz 20 - Easyjet (Großbritannien)

Die britische Fluggesellschaft des britisch-zypriotischen Geschäftsmanns Stelios Haji-Ioannou ist nach Ryanair die größte Billig-Airline Europas. Im Sicherheitsranking hängen die Briten die irische Konkurrenz sogar um 13 Plätze ab.

shenzhen airlines
2 von 20

Platz 19 - Shenzhen Airlines (China)

Auf dem Weg nach oben in der Sicherheitsliste sind vor allem die chinesischen Gesellschaften. Die neu aufgenommene Shenzhen Airlines landet auf Anhieb auf Platz 19.

Lufthansa stellt neue Europakabine vor
3 von 20

Platz 18 - Lufthansa (Deutschland)

Die wohl berühmteste deutsche Airline schafft es erneut nicht in die Top 10. Für die Liste werden alle schweren Zwischenfälle in den vergangenen zehn Jahren gewertet. Dabei kann es sich auch um Beinahe-Unfälle handeln. Bei einem Lufthansa-Zwischenfall etwa hatte ein Airbus beim Start mit dem Heck aufgesetzt, war aber planmäßig und ohne Probleme nach München geflogen. Die Behörden werteten den Fall dennoch als „schwere Störung“.

AIR FRANCE AND KLM AIRCRAFT STAND AT STOCKHOLM AIRPORT FOLLOWING MERGER PLANS
4 von 20

Platz 17 - KLM (Niederlande)

KLM ist die die älteste noch existierende Fluggesellschaft der Welt. Sie bildet zusammen mit Air France das Dachunternehmen Air France-KLM. Die größte niederländische Airline belegt mit ihren 115 Fliegern Platz 17.

Earns JetBlue
5 von 20

Platz 16 - Jet Blue (USA)

Die sicherste Billigfluggesellschaft der Welt und bestplatzierteste US-Airline im Ranking sitzt in New York und wurde im Jahr 2000 von Mitarbeitern der Southwest Airlines gegründet.

Virgin_Australia_Boeing_737-800_MEL_Nazarinia
6 von 20

Platz 15 - Virgin Australia (Australien)

Zur Flotte der Tochtergesellschaft der Virgin Group gehören rund 90 Flugzeuge, die vor allem Ziele in Australien ansteuern. Mittlerweile ist Virgin Australia nach Qantas die zweitgrößte australische Fluggesellschaft.

Hainan_Airlines_A330-200_B-
7 von 20

Platz 14 - Hainan Airlines (China)

In Europa ist die Fluggesellschaft der chinesischen Provinz Hainan eher unbekannt. Mit einer Flotte von 126 Flugzeugen und 17,4 Millionen Passagieren gehört die Airline aber zu den größten und sichersten Airlines der Welt.

Der Bundesverband Deutscher Luftverkehrswirtschaft (BDL) erkennt keinen Zusammenhang zwischen Flugreise und Erkrankung. Ein Direktor der Europäischen Luftfahrtbehörde beschwichtigt: Beim Fliegen gebe es für Passagiere und Bordpersonal keine Gefahr. Mit umfangreichen Recherchen versucht der ARD-Film genau diesen Zusammenhang aufzuzeigen.

Mediziner und Experten sind sich im ARD-Beitrag einig: Schuld ist TCP, das über die Triebwerke an Board gelangt und krank macht. Doch offenbar ist der Nachweis ein großes Problem. Bisher konnte das aerotoxische Syndrom beispielsweise nicht als Berufskrankheit eingestuft werden. Schuld an der Erkrankung, heißt es, könnte auch ein anderer Einflussfaktor sein.

Das Thema ist keineswegs neu. Schon 2009 berichtete das ARD-Magazin „Plusminus“ von „fume events“ und Erkrankungen nach Flügen. Fast immer klagen Passagiere über einen seltsamen Gestank in der Luft. Die Fluggesellschaften bestreiten grundsätzlich nicht, dass kleine Mengen der Dämpfe in die Atemluft gelangen können, sie sollen aber nicht gesundheitsschädigend sein.

Laut internen Dokumenten, aus denen die Autoren der Doku zitieren, soll es bei der Lufthansa in den vergangenen zwei Jahren zu mehr als 120 Luftbelastungen gekommen sein. Nur knapp 30 Fälle seien der zuständigen Behörde gemeldet worden. Aus einer internen Mail des Flugzeugherstellers Boeing wird ebenfalls zitiert. Ein Mitarbeiter schreibt: „Es muss wohl erst einen Grabstein geben, bevor sich jemand hierfür mit Nachdruck interessiert.“

Die Unterstellung der Filmemacher an die Unternehmen: Sie tolerieren den Schaden. Stellungnahmen der betroffenen Firmen gibt es im Film keine. Flugzeugbauer wie Boeing und Airbus, Airlines wie Lufthansa und Condor oder der Triebwerkshersteller Rolls Royce – keiner möchte sich offenbar zu den Vorwürfen äußern.

Ebenso lange wie das Problem bekannt ist, gibt es auch einen Hinweis auf die Ursachen. Schuld für die Kontamination der Kabinenluft ist die Zapflufttechnik, die in fast allen gängigen Flugzeugtypen zum Einsatz kommt. Die Luft wird dabei über die Turbine angesogen. Als ungefährlich dagegen gilt die Staulufttechnik – die Luftversorgung erfolgt dabei über Ansaugöffnungen unter dem Cockpit. Wieso das Verfahren nicht zum Einsatz kommt? Es soll teurer und aufwändiger sein, heißt es.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Gefahr für Vielflieger und Bordpersonal?
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: TV-Kritik „Die Story“ in der ARD - Wenn Fliegen zu Hirnschäden führt

5 Kommentare zu "TV-Kritik „Die Story“ in der ARD: Wenn Fliegen zu Hirnschäden führt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Irgendein Schlaumeier hielt es für eine gute Idee die ursprünglich separate Frischluftzufuhr für die Kabine mit der für die Antriebe zusammen zu legen und so beim Flugzeugbau irrsinnige Materialkosten zu sparen, ob das Menschen gefährdet spielt in der BWL offensichtlich nur eine untergeordnete bis gar keine Rolle.

  • Im übrigen gilt ja hier derjenige,
    der auf den Schmutz hinweist,
    für viel gefährlicher als der,
    der den Schmutz macht.

    Kurt Tucholsky

  • Wenn Flüge billig wie Bus Tickets sind und aus Vergnügen die Umwelt vergiftet wird, sollen diese Menschen sich auch der Vergiftung hingeben.

  • Money make the world go around ...

  • Ich kann nur berichten, dass es mir auch schon so bei mindestens einem Flug mit Condor vor mind. 10 Jahren so erging. Der unerträgliche Geruch kam ins Flugzeug auf dem Flughafen. Ich fühlte mich danach eine längere Zeit schwindelige, verschüttete meinen Orangensaft, da mir der Becher fast aus der Hand fiel und hatte Kopfschmerzen und Übelkeit.

    Ich denke es sollten dringend gehandelt werden, die Herstelle stehen in der Pflicht, ebenso die Politik!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%