Uber in Frankreich
Gericht spricht nach Demonstrationen Millionenstrafe aus

1,2 Millionen Euro muss Uber zahlen – und zwar direkt an die Konkurrenz: Ein französisches Gericht verurteilt den Fahrdienstleister dazu, einen Taxi-Verband zu entschädigen. Die Taxifahrer hatten heftig demonstriert.

ParisDie französische Justiz hat am Mittwoch den Fahrdienstanbieter Uber in Frankreich zur Zahlung von 1,2 Millionen Euro an einen Taxi-Verbund verurteilt. Ein Gericht in Paris gab damit einer Klage gegen Uber-Fahrer statt, das Geld soll an die Nationale Taxi Union (UNT) fließen. Sie gruppiert mehrere Arbeitnehmervertretungen der Branche.

Den Uber-Fahrern war vorgeworfen worden, dass sie sich in den Straßen wie reguläre Taxifahrer verhalten und in der Stadt auf der Suche nach Kunden umherfahren. Uber funktioniert eigentlich über Bestellungen per Smartphone-App oder über reguläre Browser. Uber Frankreich sah sich vor Gericht mit dem Vorwurf konfrontiert, an dieser Stelle nicht klar mit seinen Fahrern kommuniziert zu haben.

Das Unternehmen hingegen wies das zurück. Die Fahrer seien darüber informiert, dass sie nach einer Fahrt mit ihren Privatautos wieder direkt zurückfahren müssten. Das Gerichtsurteil vom Mittwoch wurde nun einen Tag nach massiven Streiks und Protesten der Taxifahrer gegen die zunehmende Konkurrenz durch private Fahrdienstanbieter gefällt. Sie setzten ihre Aktionen auch am Mittwoch fort.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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