„Überflüssige Fehler“
Niki Lauda geht mit Lufthansa hart ins Gericht

Der frühere Formel-1-Rennfahrer und Fluglinien-Gründer Niki Lauda kritisiert die Lufthansa scharf. Die vielen Zukäufe seien vorhersehbare Fehler gewesen - und der Kauf der Austrian Airlines „völlig überflüssig“.
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DüsseldorfDie Lufthansa hat viel zu spät auf die sich schon länger abzeichnenden Krise in der Luftfahrtbranche reagiert. Diesen Vorwurf erhebt der frühere Formel-1-Rennfahrer und Airline-Gründer Niki Lauda im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Höhe Kerosinpreise, zusätzliche Steuern, neue Wettbewerber – das ist alles nichts Neues und war klar vorhersehbar. Man hätte sich nur zum richtigen Zeitpunkt überlegen müssen, wie man auf diese zu erwartenden Veränderungen reagiert“, betonte Lauda.

Lauda, Gründer von Fly Niki und Lauda Air, kritisiert besonders die vielen Zukäufe der Lufthansa. In der Vergangenheit habe es in der Branche genug Beispiele dafür gegeben, dass sich diese Strategie am Ende nicht auszahle. „Deshalb überrascht es mich immer wieder, dass diese Fehler trotzdem passieren“, sagte der Österreicher.

Völlig überflüssig sei vor drei Jahren der Kauf von Austrian Airlines gewesen. „Ich habe bis heute nicht verstanden, warum es diese Übernahme überhaupt gegeben hat“, kritisierte Lauda. Der Lufthansa-Konzern habe ein viertes Drehkreuz in Wien überhaupt nicht gebraucht. Frankfurt, München und Zürich seien völlig ausreichend. Reicht der neue bei Austrian Airlines verordnete verschärfte Sparkurs nicht aus, sollte die Lufthansa am besten über einen Verkauf der Wiener Tochter nachdenken.

Lauda warnte zudem davor, im gesamten Konzern „jetzt etwa an der falschen Stelle“ zu sparen und etwa auf einigen Verbindungen die Erste Klasse herauszunehmen. Einsparungen dürfe es nur dort geben, wo es der Kunde nicht bemerke. Andernfalls drohe eine Abwanderung zur Konkurrenz.

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

Kommentare zu " „Überflüssige Fehler“: Niki Lauda geht mit Lufthansa hart ins Gericht"

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  • Immer wieder irrwitzig, wie selbstherrlich Herr Lauda sein vermeintliches Expertengeplapper verbreiten darf. Die Zwangsübernahme seiner kaputten Pleite-Airline Lauda Air ist die Wurzel des Siechtums der AUA. Diese erst massiv zu beschädigen, sich auf Kosten der Steuerzahler die Taschen voll zu stopfen und dann pseudo-gescheit über die unfähige AUA zu schwadronieren - dazu gehört schon einige Chuzpe...

  • Luftfahrt ist seit Jahren eine sehr schwierige Küste. Kaum eine Fluggesellschaft verdienst dauerhaft und kontinuierlich Geld. Dennoch wird diese Branche nach Kräften (CO2-Zwangsabgaben, Ticketgebühre etc.) gegängelt. Lufthansa liefert ein sehr gutes Produkt ab, offenbar zu Kosten, die kaum ein Verbraucher mehr bereit zu bezahlen und andere Wettbewerber sind auch nicht schlechter. Wie LH dieses Problem lösen wird, bleibt spannend.

  • Bei den einen oder anderen Kommentar ist mir seit einigen Monaten der schlechte Stil sehr unangenehm aufgefallen.
    Da werden entweder andere Kommentatoren auf das übelste Beleidigt oder wie in diesem Fall Herr Lauda als "Mumie" bezeichnet.
    Wer sich um Format nicht schert sollte zumindest versuchen ein moderates Vokabular zu verwenden.

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