Übernahme abgeschlossen
Randstad peilt in Deutschland Umsatzmilliarde an

Nach einem Rekordwachstum von 27 Prozent im vergangenen Jahr will die Zeitarbeitsfirma Randstad in Deutschland in diesem Jahr die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz übertreffen. Das sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Randstad Deutschland, Eckard Gatzke, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

FRANKFURT. Ein weiter hohes organisches Wachstum sowie die gerade abgeschlossene Übernahme des traditionsreichen Wettbewerbers Bindan sollen dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.

2005 erzielte Randstad mit rund 280 Niederlassungen in Deutschland insgesamt 754 Millionen Euro Umsatz. Hinzu kommen etwa 100 Millionen Euro, die Bindan mit seinen 80 Niederlassungen zuletzt umsetzte. Mit einer Bruttomarge von 25,1 Prozent liegt die deutsche Tochter über der des Gesamtkonzerns, der niederländischen Randstad-Holding (21,2 Prozent).

Randstad Deutschland ist 2005 schneller gewachsen als beispielsweise der Mitbewerber DIS AG, der Anfang der Woche einen Zuwachs von knapp 19 Prozent bekannt gab. Das sehr hohe Wachstum hier zu Lande führt Gatzke zum einen darauf zurück, dass Unternehmen Zeitarbeit zunehmend proaktiv als Faktor zur Flexibilisierung nutzten und nicht mehr nur auf Engpässe reagierten. Zudem profitiere Randstad als großer Anbieter auch von Rahmenverträgen mit Großunternehmen, so Gatzke. Randstad macht rund 60 Prozent des Umsatzes mit der Vermittlung von ungelernten Arbeitskräften, will aber in dem margenträchtigeren Geschäft der Vermittlung von höheren Qualifikationen stärker expandieren. Insofern sei Bindan der ideale Partner, sagte Gatzke.

Bindan ist auf die Vermittlung von Facharbeitern, kaufmännischen und technischen Fach- und Führungskräften spezialisiert. Mittelfristig wird Randstad die Vertriebsorganisationen von Bindan und Randstad zusammenführen. Der Name Bindan wird dann verschwinden. Von Filialschließungen geht Gatzke angesichts des expandierenden Zeitarbeitsmarktes nicht aus.

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