Übernahme durch AB Inbev

SAB Miller sagt Ja zur Milliarden-Hochzeit

Der Brauereikonzern SAB Miller hat dem hartnäckigen Werben von Konkurrent AB Inbev nachgegeben: Die Briten lassen sich für rund 96 Milliarden Euro übernehmen. Ein neuer globaler Bierriese würde so entstehen.
Update: 13.10.2015 - 09:52 Uhr

Ob alle Kartellbehörden bei der Mega-Fusion mitspielen?

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LondonDer britische Brauereikonzern SAB Miller hat sich mit der Übernahme durch den Weltmarktführer Anheuser-Busch Inbev aus Belgien einverstanden erklärt. Es sei eine „Grundsatzeinigung“ zwischen beiden Konzernen getroffen worden, teilte das britische Unternehmen am Dienstag in London mit.

Anheuser-Busch soll demnach insgesamt 71 Milliarden Pfund, umgerechnet 96 Milliarden Euro, zahlen, noch einmal etwas mehr als das am Montag vorgelegte vierte Angebot. Das Bar-Angebot entspreche einem Aufschlag von etwa 50 Prozent auf den Schlusskurs von SAB Miller am 14. September. Als Alternative bietet AB Inbev ein gemischtes Angebot mit Bargeld und Aktien an und lockt damit Großaktionäre mit einer Beteiligung am fusionierten Konzern.

Mit der Übernahme entsteht ein Brauriese neuer Dimension: Weltweit wird künftig etwa jedes dritte Bier aus einer Brauerei des fusionierten Konzerns kommen.

Aus dem Hause AB Inbev kommen Biere wie Budweiser, Corona, Stella Artois oder in Deutschland Beck's und Franziskaner. Der Konzern war 2008 aus der Fusion der belgisch-brasilianischen InBev-Gruppe mit dem US-Braukonzern Anheuser Busch entstanden. SAB Miller verkauft unter anderem Pilsner Urquell, Miller und Grolsch.

Das sind die größten Bierbrauer der Welt
Platz 10: Groupe Castel
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Das französische Traditionsunternehmen BGI / Groupe Castel verkauft nicht nur Bier, sondern auch Wein und Soft Drinks. Insbesondere in Afrika sind die Franzosen mit ihren Marken Castel und Flag gut aufgestellt.

Ausstoß: 29,8 Millionen Hektoliter

*Quelle: Barth-Haas Group/Statista, alle Zahlen für 2014

Platz 9: Kirin
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Die Japaner haben durchaus Sinn für ausgefallene Bierkreationen, entwarfen vor wenigen Jahren ein Frozen Beer. Obwohl die Brauerei, die zum Industriekonglomerat Mitsubishi gehört, ihre Vormachtstellung auf dem Heimatmarkt vor zehn Jahren an Asahi abtreten musste, ist sie global führend.

Ausstoß: 43,1 Millionen Hektoliter

Platz 8: Yanjing
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Yanjing ist der Durchstarter in Asien. In rasantem Tempo hat sich das Kleinunternehmen zu einem mächtigen Konzern im asiatischen Raum entwickelt. Die Gründung der Brauerei liegt nur gut 30 Jahre zurück.

Ausstoß: 48,3 Millionen Hektoliter

Platz 7: Molson Coors
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Die Erfinder des Dosenbiers sind auch international längst eine Größe. 2012 übernahm das Unternehmen die tschechische Brauereigruppe StarBev, zu der auch Staropramen gehört. Dadurch gehören die Amerikaner vor allem in Osteuropa zu den führenden Brauern.

Ausstoß: 58,1 Millionen Hektoliter

Platz 6: Tsingtao Brewery Group
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Die Chinesen haben ihren Einfluss in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Als einer der Hauptsponsoren der olympischen Spiele von 2008 in Peking hat sich Tsingtao fest etabliert. Bereits seit 1972 vertreibt die Firma ihre Produkte auch in den USA.

Ausstoß: 70,5 Millionen Hektoliter

Platz 5: China Resources Brewery
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Dieses Unternehmen setzt auf Kompetenz aus Europa: Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“ für den chinesischen Markt. Und das durchaus erfolgreich. Wächst die Marke weiter wie bisher, dürfte bald im Ranking aufsteigen.

Ausstoß: 117,4 Millionen Hektoliter

Platz 4: Carlsberg
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Die Dänen haben sich längst von einer regionalen Marke zum Global Player entwickelt. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

Ausstoß: 120,3 Millionen Hektoliter

Anheuser-Busch will mit der Übernahme vor allem seine Präsenz in Afrika ausbauen und verspricht sich dort deutliches Wachstum. In Westeuropa und Nordamerika war das Geschäft zuletzt schwierig. Vor allem in den USA erfreuen sich Biere von unabhängigen kleinen Brauereien immer größerer Beliebtheit und luchsen den Branchenriesen Marktanteile ab.

  • afp
  • rtr
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