Übernahme durch Bayer
Schering-Führung hofft auf positives Echo

Die Schering-Führung hat ihren Aktionären offiziell die Annahme des Bayer-Kaufangebots empfohlen. Bei der womöglich letzten Hauptversammlung des drittgrößten deutschen Pharmakonzerns als eigenständiges Unternehmen an diesem Mittwoch wird ein erstes Echo der Aktionäre auf die geplante Übernahme erwartet.

HB BERLIN. Die Frist läuft bis 31. Mai. Vorstand und Aufsichtsrat der Schering AG bewerteten das Übernahmeangebot von Bayer positiv und empfählen den Aktionären dessen Annahme, teilte Schering am Dienstagabend mit. Bayer will Schering ganz übernehmen und bietet 86 Euro je Aktie.

Bayer hatte den Anteilseignern vergangene Woche offiziell 86 Euro je Aktie geboten, um Schering für 16,5 Milliarden Euro zu kaufen. Damit hat der Chemie- und Pharmakonzern den Konkurrenten Merck überboten.

Kommt die Fusion zu Stande, könnte es die letzte Hauptversammlung der Schering AG als eigenständiges Unternehmen sein. Schering-Chef Hubertus Erlen sagte: "Wir sind der Auffassung, dass es ein gutes Angebot ist." Der Preis spiegele "in angemessener Weise das Potenzial und die Zukunftsaussichten" von Schering wider. Die Pharmageschäfte ergänzten sich. Die Vorstände beider Konzerne hätten zudem vereinbart, "den Abbau von Personal auf beide Unternehmen fair zu verteilen und sozialverträglich zu gestalten". Nach Bayer-Angaben könnten weltweit bis zu 6 000 Stellen im Zuge eines Zusammenschlusses wegfallen.

Das geplante Gemeinschaftsunternehmen "Bayer-Schering-Pharma" mit Sitz in Berlin soll mit neun Milliarden Euro Umsatz zum deutschen Marktführer aufsteigen. Das Übernahmeangebot ist daran geknüpft, dass es von mindestens 75 Prozent der Schering-Aktionäre angenommen wird. In einem Übernahmepoker um Schering hatte Bayer eine feindliche Offerte des Darmstädter Rivalen Merck übertrumpft.

Zur Hauptversammlung in Berlin will Schering auch über den Start in das Geschäftsjahr informieren. Veröffentlicht werden sollen vorläufige Eckdaten des ersten Quartals. Im vergangenen Jahr hatte Schering den Konzerngewinn um 23 Prozent auf 619 Millionen Euro gesteigert.

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