Übernahme
Kartellamt will Klinik-Kauf durch Fresenius prüfen

Vielleicht dauert es Monate bis ein Ergebnis feststeht: Die Übernahme des Klinikbetreibers Rhön-Klinikum durch den Fresenius-Konzern wird vom Bundeskartellamt eingehend geprüft. Das klingt schlechter als es ist.
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DüsseldorfDas Bundeskartellamt will die Übernahme des Klinikbetreibers Rhön-Klinikum durch den Fresenius-Konzern eingehend prüfen. „Wir werden uns das sehr genau anschauen“, sagte ein Sprecher der Bonner Behörde am Freitag. Er signalisierte damit, dass die Kartellwächter eine vertiefte, mehrere Monate umfassende Untersuchung der Übernahmepläne einleiten könnten.

Die Übernahmepläne hätten auch ein Fall für die Brüsseler EU-Kommission sein können, da die Unternehmen die für eine EU-Prüfung mitentscheidende Umsatzschwelle von fünf Milliarden Euro überspringen. Fresenius und Rhön hatten bei der Brüsseler EU-Kommission jedoch beantragt, das Bundeskartellamt ein Auge auf die Pläne werfen zu lassen. Damit sparen sie Zeit. Denn ein Antrag des Kartellamts selbst an die EU-Kommission, die Untersuchung nach Deutschland zu ziehen, hätte wohl eine längere Bearbeitungsfrist nach sich gezogen. Die Brüsseler Wettbewerbshüter hätten die Prüfung durch das Kartellamt nun akzeptiert, der Fall liege dem Kartellamt vor, sagte der Sprecher weiter.

Fresenius bietet 3,1 Milliarden Euro für das Unternehmen aus Bad Neustadt an der Saale.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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