Übernahme mit gefälschten Zahlen
Ehemalige Ahold-Manager vor Gericht

In den USA sind vier ehemalige Manager der amerikanischen Ahold-Tochterfirma U.S. Foodservice von der US-Wertpapier- und Börsenkommission verklagt worden. Ihnen werden Verstöße gegen Wertpapiergesetze und Bilanzfälschung in Höhe von rund 800 Millionen Dollar vorgeworfen.

HB NEW YORK. Vier Manager der amerikanischen Ahold- Tochterfirma U.S. Foodservice sind vom US-Justizministerium und der US-Wertpapier- und Börsenkommission SEC wegen Verstöße gegen Wertpapiergesetze und Bilanzfälschung verklagt worden. Dies hat die niederländische Supermarkt- und Nahrungsmittelkonzern Royal Ahold bestätigt. Der Konzern hatte U.S. Foodservice vor vier Jahren übernommen. Der neue U.S. Foodservice-Chef Lawrence Benjamin erklärte, die Gesellschaft kooperiere bei den behördlichen Untersuchungen aktiv. Der Lebensmittelgroßhändler U.S. Foodservice hat mehr als 250 000 Kunden.

Die SEC hat die ehemaligen Managern Michael Resnick, Mark P. Kaiser, Timothy J. Lee und William Carter zivilrechtlich verklagt. Ihnen wird vorgeworfen, dazu beigetragen zu haben, dass die Gewinne von Royal Ahold in den Jahren 2001 und 2002 um 700 Millionen Dollar (574 Mio Euro) oder mehr zu hoch ausgewiesen wurden. Die New Yorker Staatsanwaltschaft schätzt diesen Betrag in ihrer separaten Klage gegen die Vier sogar auf mehr als 800 Millionen Dollar.

Lee soll zudem im Zusammenhang mit dem Ahold-Übernahmeangebot für U.S. Foodservice Insiderinformationen an einen Dritten weiter gegeben haben, der dann mindestens 363 000 Dollar mit dem Handel in Aktien der Gesellschaft verdiente. Die Beklagten hätten die Illusion herausragender Finanzleistungen erzeugen wollen, um ihnen nicht zustehende Boni zu erhalten, erklärte die SEC. Sie verlangt die Herausgabe der Gelder und Leistungsboni sowie zivilrechtliche Strafen. Nach Angaben der „New York Times“ am Mittwoch in ihrer Onlineausgabe hatte Ahold im April 2000 U.S. Foodservice für 3,5 Milliarden Dollar gekauft.

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