Übernahme soll zügig abgewickelt werden
Kauf von Swiss durch Lufthansa rückt näher

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss will die Übernahme-Verhandlungen mit der Lufthansa nach eigenen Angaben vom Montag möglichst zügig abschliessen und wird die Grossaktionäre heute über die Pläne informieren.

HB ZÜRICH. Die Deutsche Lufthansa will die geplante Übernahme der Schweizer Fluggesellschaft Swiss nach Informationen aus verhandlungsnahen Kreisen übergangsweise mit Hilfe einer Zwischenholding gestalten.

Dies sei notwendig, um die Verkehrsrechte der Swiss nicht zu gefährden, die jeweils zwischen dem Heimatland Schweiz und den Ländern der Zielflughäfen bestehen. Deshalb werde die Mehrheit an der Zwischenholding zunächst in Schweizer Hand bleiben, erfuhr Reuters am Montag aus den Kreisen. Ein ähnliches Modell hatten auch die Fluggesellschaften Air France und KLM gewählt.

Lufthansa wolle dann, um künftig alleiniger Eigner der Swiss zu werden, zügig deren Verkehrsrechte nach und nach übernehmen und entsprechend neu aushandeln, hieß es aus den Kreisen weiter. Ein genauer Zeitplan stehe dafür noch nicht fest. Die Neuordnung und Zusammenführung der Flugpläne von Swiss und Lufthansa werde davon unabhängig nach bisherigen Plänen für den Herbst - und damit den Winterflugplan 2005/2006 - angestrebt.

Von der Schweizer Regierung und den Grossbanken als Grossaktionären werden kaum Einwände gegen die Pläne erwartet, auf die sich die Spitzen von Swiss und Lufthansa geeinigt haben.

Die Schweizer Grossaktionäre, die einschliesslich des Bundes, rund 86 Prozent halten, sollen ihre Aktien Angaben aus Kreisen zufolge zu einem rein symbolischen Preis abgeben. Im Hinblick auf die 14 Prozent der Kleinaktionäre hiess es, der Preis solle dem durchschnittlichen Börsenkurs der Swiss-Aktie in den vergangenen Wochen entsprechen. Nach Ansicht der Zürcher Kantonalbank (ZKB) muss die Lufthansa den Publikumsaktionären einen Preis bieten, der dem Durchschnittspreis der letzten 30 Börsentage vor der formellen Veröffentlichung eines Übernahmeangebotes entspricht. Hätte die Lufthansa am (heutigen) Montag eine Offerte unterbreitet, läge der Preis nach Berechnung der ZKB bei rund neun sfr je Aktie. Die Aktie zog bis Montagmittag um knapp sechs Prozent auf 11,00 sfr an.

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