Übernahme wurde geprüft
Monsanto wollte Syngenta – und in die Schweiz

US-Unternehmen wollen durch Übernahmen ihren Sitz ins Ausland verlagern – und Steuern sparen. Das hat offenbar auch Monsanto erwogen und plante den Kauf von Syngenta. Doch letztlich sollen die Schweizer abgelehnt haben.
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Monsanto, der weltgrößte Saatguthersteller mit einer Marktkapitalisierung von 64 Milliarden Dollar, hat vor kurzem eine Übernahme der 34 Milliarden Dollar schweren Syngenta erwogen. Das erfuhr Bloomberg News aus informierten Kreisen. Den Angaben zufolge hätte die Transaktion, die inzwischen nicht mehr verfolgt wird, es Monsanto erlaubt, den Steuersitz in die Schweiz zu verlagern.

Monsanto und Syngenta haben in den vergangenen Monaten vorläufige Gespräche mit Beratern über eine mögliche Fusion geführt, wie es weiter hieß. Auch Vertreter der Unternehmen hätten informell miteinander gesprochen, wie zwei Personen berichteten. Die Unternehmensführung von Syngenta habe sich zuletzt gegen die Aufnahme von Verhandlungen entschieden, hieß es.

Paul Barrett, Sprecher von Syngenta, wollte auf Nachfrage keinen Kommentar abgeben. Lee Quarles, Sprecher von Monsanto, erklärte: „Wir befinden uns in dieser speziellen Angelegenheit nicht in Diskussionen.“

Die Überlegungen von Monsanto sind ein weiteres Beispiel für Unternehmen aus vielen Sektoren, die durch die Verlagerung ihres Sitzes ins Ausland Steuern sparen wollen. So hatte beispielsweise auch der Pharmakonzern Pfizer versucht, die britische Astra-Zeneca zu kaufen. Abb-Vie aus North Chicago bemüht sich derweil um einen Erwerb der irischen Shire.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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