Übernahmeangebot abgelehnt
Börse Toronto will weiterhin Fusion mit LSE

Die Börse Toronto steht zur Fusion mit der London Stock Exchange. Sie lehnte nun ein Gegenangebot einer Gruppe kanadischer Banken und Pensionsfonds ab - es sei zu riskant.
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TorontoDie Börse Toronto hat das rund 2,6 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot einer Gruppe kanadischer Banken und Pensionsfonds abgelehnt. Die TMX halte an den Plänen für eine Fusion mit der London Stock Exchange (LSE) fest, teilte der Marktbetreiber am Freitag mit. Das Angebot des Maple-Konsortiums sei zu riskant. Die Bieter-Gruppe kündigte daraufhin an, zu gegebener Zeit über ihre weiteren Schritte zu entscheiden. Die TMX hatte im Februar eine Übernahme durch die LSE für umgerechnet 2,1 Milliarden Euro vereinbart. LSE-Chef Xavier Rolet begrüßte die Entscheidung der TMX. Die LSE sei zufrieden über die Wertschätzung ihres Angebots, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Es habe sich gezeigt, dass einige Elemente des Maple-Angebots unattraktiv seien.

Die LSE will sich mit dem Zukauf im Wettstreit um internationale Investoren stärken. Gemeinsam mit der TMX will sie zum weltweit viertgrößten Handelsplatz und zur Nummer eins im lukrativen Geschäft mit Rohstoffaktien aufsteigen. Gegner in Kanada befürchten allerdings, dass die einheimischen Kapitalmärkte damit unter ausländische Kontrolle fallen.

Der Kampf um TMX ist Teil einer Fusionswelle, die derzeit durch die Börsenlandschaft rollt. So wollen sich die Deutsche Börse in Frankfurt und die New Yorker Nyse Euronext zum weltgrößten Handelsplatz für Aktien und Derivate zusammenschließen. Auch hier hatte sich Widerstand formiert. Die US-Rivalen Nasdaq OMX und ICE zogen ihr Übernahmeangebot für die Nyse aber kürzlich zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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