Übernahmeangebot in Vorbereitung
British Airways bekennt sich zu Iberia

Die Spekulationen um eine Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Iberia bewahrheiten sich. British Airways will gemeinsam mit der US-Beteiligungsgesellschaft Texas Pacific Group ein offizielles Angebot für die spanische Fluggesellschaft Iberia unterbreiten.

HB/scm LONDON/MADRID. Am Dienstagmorgen bestätigte British Airways (BA) entsprechende Medienberichte vom Vortag. Ob es zu einem Gebot komme, sei aber noch nicht klar. Die Texas Pacific Group (TPG) hatte der Madrider Börsenaufsicht CNMV schon vor zwei Monaten eine Offerte für Spaniens größte Airline angekündigt. Die Amerikaner suchten jedoch bisher verzweifelt nach spanischen Partnern. Denn damit Iberia seine internationalen Flugrechte behalten kann, muss die Mehrheit des Kapitals in spanischen Händen bleiben. Bei dem nun von TPG gebildeten Konsortium machen auch drei spanische Beteiligungsgesellschaften mit: Vista Capital, Quercus und Ibersuizas.

Seit Anfang des Jahres gilt Iberia als Übernahmekandidat. Die Unternehmensführung selber hat hieran Interesse gezeigt. Denn die Finanzinstitute Caja Madrid und BBVA wollen bereits seit längerem ihre Aktienpakete abstoßen, um ihre eigene Expansion im Ausland voranzutreiben. British Airways (BA) hat als größter Aktionär ein Vorkaufsrecht, weswegen es für TPG wichtig war, die Briten auf ihre Seite zu bekommen. BA hält knapp 10 Prozent an Iberia.

TPG und ihre Partner hatten Ende März eine vorläufige Offerte von 3,4 Mrd. Euro für Iberia vorgelegt. BA sei die treibende Kraft hinter einem gemeinsamen Gebot gewesen, hieß es nun in Medien. „Es ist bekannt, dass British Airways an Iberia interessiert ist. Mit den Finaninvestoren um Texas Pacific wird der Einstieg finanzierbar“, sagte ein Händler am Dienstagmorgen.

Spanische Übermacht

Sollte die Gruppe um TPG und BA den Zuschlag erhalten, würden einer Meldung der Nachrichtenagentur Europa Press vom Montag zufolge mindestens 51 Prozent von Iberia in spanischer Hand bleiben. Vista Capital hätte „bedeutendes Gewicht“. Die Beteiligungsgesellschaft wird von der spanischen Bank Santander und der Royal Bank of Scotland kontrolliert.

„Für Iberia ist es sehr wichtig, dass ein Finanzkonsortium die gesamte Struktur bei Iberia noch einmal strafft, weitere Einsparungen vornimmt und somit die Rentabilität weiter steigert“, glaubt Manuel Romera von der spanische Business-Schule Instituto de Empresa. Der mehrheitlichen Einstiegs von Beteiligungsgesellschaften sei besser als die schwierige Fusion mit einem Wettbewerber wie zum Beispiel Lufthansa. Die Deutschen hatten lange Zeit Interesse an Iberia gezeigt, jedoch bisher von einem Angebot abgesehen. Die Gesellschaft sei zu teuer, hatte der Vorstand wissen lassen.

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