Übernahmeangebot von umgerechnet 5,82 Euro pro Aktie
Lufthansa zahlt Swiss-Kleinaktionäre ab Mittwoch aus

Die Deutsche Lufthansa startet ihr Kaufangebot für die Anteile der Kleinaktionäre an der Schweizer Fluggesellschaft Swiss am Mittwoch.

HB FRANKFURT. Die für die Übernahme eigens gründete neue Swiss-Eigentümergesellschaft Air-Trust bietet für die gut acht Millionen Aktien je Papier 8,96 Schweizer Franken (5,82 Euro). Formell tritt die Air-Trust AG als Käufer auf. Der Kaufpreis von etwa 47 Millionen Euro wird aber letztlich von Lufthansa finanziert.

„Die Angebotsfrist beginnt wie geplant am morgigen Mittwoch“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Dienstag. Das Angebot für die rund 15 000 Kleinanleger, die etwa 15 Prozent der Swiss-Anteile halten, war bereits im März bei der Übernahmevereinbarung im Grundsatz beschlossen worden.

Die komplette Übernahme des finanziell angeschlagenen Konkurrenten kostet die deutsche Fluglinie bis zu 310 Millionen Euro. Hinzu kommen nach bisherigen Planungen 100 Millionen Euro für deren Integration. Ab 2007 erwartet Lufthansa allerdings aus der Übernahme 160 Millionen Euro Ertrag im Jahr.

Die schrittweise Übernahme mittels der Zwischenholding Air-Trust ist nötig, um die Luftverkehrsrechte der Swiss ohne Unterbrechung zu sichern. Lufthansa hat nach den Worten der Sprecherin am Montag die erste Tranche von elf Prozent an Air-Trust erworben. Die von den bisherigen Schweizer Swiss-Aktionären gegründete Stiftung Almea hält 89 Prozent.

Nach der in den nächsten Monaten erwarteten Genehmigung durch die Europäische Kommission soll der Lufthansa-Anteil auf 49 Prozent steigen. Sobald die Verkehrsrechte für die Schweiz auch für die von Lufthansa kontrollierte Swiss gelten, soll Air-Trust und damit Swiss bis 2007 vollständig übernommen werden.

Der Verkaufspreis für die Großaktionäre, darunter mehrere Banken, die Schweizer Eidgenossenschaft und der Kanton Zürich, steht noch nicht fest. Er wird erst 2008 fällig und beträgt je nach Entwicklung des Lufthansa-Aktienkurses insgesamt bis zu 390 Millionen sfr (253 Millionen Euro). Ein Besserungsschein sieht den Höchstpreis erst vor, wenn die Lufthansa-Aktie im Vergleich zu anderen Luftfahrtaktien 50 Prozent besser abschneidet. Damit erzielen die Swiss-Großaktionäre nur im günstigsten Fall pro Aktie annähernd so viel jetzt wie die Kleinaktionäre.

Die Angebotsfrist für die Kleinaktiönare läuft 20 Börsenhandelstage bis zum 2. Juni. Die gesetzliche Nachfrist soll vom 9. bis 22. Juni dauern.

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