Übernahmekampf: Ryanair legt drauf

Übernahmekampf
Ryanair legt drauf

Im Übernahmekampf um den irischen Billigflieger Aer Lingus fährt der Ryanair schweres Geschütz auf. Nachdem Aer Lingus das Angebot des Konkurrenten mehrmals als zu niedrig abgelehnt hatte, ist Ryanair jetzt bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. Die Fronten sind verhärtet und langsam wird Ryanair ungeduldig.
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HB DUBLIN Im Übernahmepoker um die irische Fluglinie Aer Lingus will der Billigflieger Ryanair tiefer in die Tasche greifen. Er sei bereit, mehr als die bislang gebotenen 1,40 Euro je Aktie zu bezahlen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary in Dublin. Er könne sich vorstellen, mit der irischen Regierung über ein höheres Gebot zu verhandeln, sagte er. Ein Preis von zwei Euro je Aktie sei aber zu hoch gegriffen. Die Offerte von 1,40 Euro bewertet Aer Lingus mit insgesamt rund 750 Millionen Euro. Das Gebot gilt noch bis 13. Februar. Ryanair hält bereits knapp 30 Prozent an dem einheimischen Mitbewerber.

Nach Einschätzung von Ryanair wird die EU-Kommission binnen 25 Werktagen darüber entscheiden, ob die Übernahme von Aer Lingus zulässig ist. Sollte die Behörde eine zweite vertiefte Prüfungsphase einleiten, will Ryanair das Gebot aber nur dann aufrecht erhalten, wenn genügend Aer-Lingus-Aktionäre den Übernahmeplan unterstützen. Auch müssten entweder die irische Regierung oder der Mitarbeiter-Fonds von Aer Lingus als Großaktionäre die Offerte im Vorfeld annehmen. "Wir wollen unsere Zeit oder die der irischen Regierung oder EU-Kommission nicht sechs Monate lang verschwenden, wenn die Aer-Lingus-Aktionäre die einzige existierende Übernahmeofferte nicht wollen", sagte O'Leary.

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