Übernahmeplänen
Springer erteilt Pin-Chef einen Dämpfer

Im Ringen um die Zukunft des angeschlagenen Postdienstleisters Pin hat Springer den Übernahmeplänen von Pin-Chef Günter Thiel einen Dämpfer erteilt. "So, wie er sich das vorstellt, geht das nicht", sagte Springer-Chef Mathias Döpfner. Am Wochenende wird verhandelt. Die 9 000 Pin-Mitarbeiter bangen derweil um ihre Jobs.

HB BERLIN. "So, wie er sich das vorstellt, geht das nicht", sagte Springer-Chef Mathias Döpfner dem "Spiegel" mit Blick auf das Angebot Thiels, die Springer-Anteile für einen symbolischen Betrag zu übernehmen. Der Berliner Verlag hatte Pin am Freitag den Geldhahn zugedreht, nachdem der Bundestag einen Mindestlohn von acht bis 9,80 Euro für Briefträger beschlossen hatte.

Thiel will die auch für die Pin Group geltende Lohnuntergrenze einem Bericht des Magazins "Focus" zufolge umgehen. Durch den flächendeckenden Einsatz tausender Zeitungsboten, die neben Tageszeitungen auch Briefe befördern, lasse sich die PIN Group Thiels Einschätzung zufolge doch noch rentabel betreiben. Nach internen Analysen des Unternehmens müssten sie nicht nach Mindestlohn bezahlt werden, weil sie nicht als hauptberufliche Zusteller gälten.

Sollte Thiel mit seinem Modell Erfolg haben, könnte sogar der Springer -Verlag davon noch profitieren. Thiel habe Döpfner eine Gewinnbeteiligung über einen so genannten Besserungsschein angeboten, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Über das Kaufangebot von Thiel soll nun auch am Wochenende verhandelt werden.

Ursprünglich hatte es Döpfner laut "Focus" abgelehnt, die Pin Group an Thiel zu übergeben. Thiel habe ihn aber mit der Offerte aber aktienrechtlich unter Druck gesetzt, weil damit ein weniger verlustreiches Geschäft als eine Pleite möglich sei.

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