Überraschend deutlicher Quartalsverlust angekündigt
Delta ist knapp bei Kasse

Die drittgrößte US-Fluggesellschaft Delta Air Lines hat die Analysten enttäuscht. Für das dritte Quartal wurde ein deutlich höherer Verlust in Aussicht gestellt als bislang erwartet.

HB NEW YORK. Das Unternehmen sieht sich nach Angaben von Freitag zudem weiter von Insolvenz bedroht, wenn es seine Schuldenlast nicht erfolgreich umstrukturieren kann.

Im Vierteljahr sei wohl ein Fehlbetrag von 625 bis 675 Mill. Dollar oder 4,99 bis 5,39 Dollar je Aktie angefallen nach einem Verlust von 164 Mill. Dollar im Vorjahr, teilte Delta vor US-Börsenbeginn mit. Das Ergebnis beinhalte Sonderbelastungen in Höhe von 55 Mill. Dollar. Ohne diese Posten hatten Analysten im Schnitt einen Verlust von 3,78 Dollar je Aktie erwartet. Zur Begründung verwies Delta auf die geringen Ticketpreise auf dem US-Markt und die vom Ölpreis in die Höhe getriebenen Treibstoffkosten.

Die in Atlanta ansässige Fluggesellschaft sieht sich auf gutem Weg, bis zum Ende des Jahres rund 2,3 Mrd. Dollar der anvisierten jährlichen Kosteneinsparungen in Höhe von fünf Mrd. Dollar zu erreichen. Hierzu bedürfe Delta jedoch weiter der vollen Unterstützung seiner Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter. Allerdings sei das Unternehmen auch nach erfolgreicher Umsetzung der Sparmaßnahmen sehr knapp bei Kasse, was zur Insolvenz führen könnte, erklärte Delta. Sollte der Ölpreis weiter auf Rekordniveau verharren, verschärfe dies die Krise zusätzlich.

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