Überschüssige Steuerzahlungen
Heros-Insolvenzverwalter will 35 Millionen vom Fiskus

Nach dem Betrugsskandal beim Geldtransport-Unternehmen Heros will der Insolvenzverwalter nach einem Magazinbericht rund 35 Millionen Euro vom Fiskus zurück. Das Geld sei zwischen 2002 und 2005 als Umsatz- und Ertragssteuer auf nie erzielte Netto-Einnahmen gezahlt worden.

HB HANNOVER. Dies berichtet der „Spiegel“. Bei dem Geld soll es sich um Steuern auf angebliche Netto-Einnahmen in Höhe von 164 Millionen Euro handeln, die tatsächlich aber nie erzielt worden. Vielmehr seien veruntreute Kundengelder mit 485 Scheinrechnungen legitimiert worden, auf die zur Tarnung auch Steuern entrichtet worden seien. Der Heros-Insolvenzverwalter war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Nach dem „Spiegel“-Bericht will der Insolvenzverwalter von Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) rund 20 Millionen Euro zurück, vom Hamburger Finanzsenator Wolfgang Peiner (CDU) 12 Millionen. Weitere Millionen sollen die Finanzämter Rostock und Mannheim erstatten ­ zuzüglich Zinsen.

Der Heros-Inhaber und mehrere leitende Angestellte hatten rund 350 Millionen Euro Kundengelder abgezweigt, um laufende Verluste auszugleichen. Im vergangenen Monat flog das System auf, die Beschuldigten sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Durch den Betrugsskandal sind nach Einschätzung des Insolvenzverwalters bis zu 1000 Firmen geschädigt worden. Insgesamt hätten die Unternehmen einen Schaden von rund 500 Millionen Euro geltend gemacht, hatte der Insolvenzverwalter am Freitag gesagt.

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