Ufo sagt Streiks ab
Platzeck soll es auch bei Eurowings richten

Bei Eurowings haben sich die Verhandlungspartner hoffnungslos verkeilt. Einen neuen Streik hat die Gewerkschaft Ufo jetzt aber abgesagt. Nun soll es wieder Lufthansa-Schlichter Matthias Platzeck richten.
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BerlinBei der Lufthansa-Tochter Eurowings wird es in dieser Woche trotz der gescheiterten Schlichtungsverhandlungen keine neuen Streiks der Flugbegleiter geben. Stattdessen soll der bereits beim Mutterkonzern erfolgreiche Schlichter Matthias Platzeck die Gespräche wieder in Gang bringen, schlug die Kabinengewerkschaft Ufo am Montag vor. Ursprünglich hatte sie für diese Woche mit zwei weiteren Streiktagen gedroht, die nun nicht stattfinden.

Platzeck kennt sich mit der Materie gut aus: Der ehemalige Ministerpräsident von Brandenburg befriedete nach harten Streiks der Flugbegleiter in monatelanger Kleinarbeit einen Tarifstreit mit der Lufthansa. Die Schlichtung für die 19.000 Stewards und Stewardessen der Kranich-Linie war im Sommer unter Dach und Fach. Von Eurowings war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

In der Nacht zum Montag waren Gespräche mit dem Eurowings-Management über eine mögliche Schlichtung gescheitert. Dort hatte man sich nach Angaben beider Seiten nicht auf einen Themenkreis einigen können. Eurowings hielt der Gewerkschaft Ufo vor, gewerkschaftspolitisch motivierte Ziele außerhalb der Tarifverträge zu verfolgen. Man sei jederzeit zur Schlichtung sämtlicher Tarifvertragsthemen bereit, hatte das Unternehmen am Sonntag festgestellt.

Ufo sieht hingegen den in der Lufthansa-Schlichtung unter Platzeck vereinbarten Rahmen nicht gewahrt. Die Gewerkschaft leitet aus der Platzeck-Schlichtung den Anspruch ab, die Arbeitsbedingungen für den Billigableger der Lufthansa weitgehend zu gestalten. Das Eurowings-Management habe zudem nach dem Streik verlangt, dass Ufo von ihren Forderungen ablasse.

Platzeck solle den Gesamtprozess wieder in Gang bringen und weitere Streiks überflüssig machen, heißt es in einem offenen Brief an den Lufthansa-Vorstand. Man müsse die öffentlichen Schuldzuweisungen und inhaltsfreien Eskalationen beenden, verlangte die stellvertretende Ufo-Vorsitzende Sylvia de la Cruz. „Dies kann unseres Erachtens gelingen, da die zuvor angekündigten Streiks in dieser Woche nicht durchgeführt werden.“

Am Donnerstag waren wegen des von Ufo organisierten Doppel-Streiks der Flugbegleiter bei den Eurowings-Teilgesellschaften Eurowings GmbH und Germanwings 393 von 551 geplanten Flügen ausgefallen. Die Eurowings verhandelt parallel mit der Ufo-Konkurrenz Verdi über die Tarife der derzeit rund 480 Flugbegleiter. Es steht nicht fest, welche Gewerkschaft in dem Unternehmen mehr Mitglieder hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ufo sagt Streiks ab: Platzeck soll es auch bei Eurowings richten"

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  • Erst wegen "Burn Out" beim BER aufhören.
    Aus Langeweile einfach mal als Schlichter probieren. ^^

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