Uhren und Schmuck zu Weihnachten
Was der moderne Mann trägt – und verschenkt

Zu Weihnachten sind die Deutschen wieder in Spendierlaune – besonders bei Uhren und Schmuck. Und: Moderne Männer erinnern sich an alte Materialien. Gefragt sind zurzeit auch Uhren, die nicht aus Metall bestehen.
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DüsseldorfFast eine Milliarde Euro, genauer gesagt 955 Millionen, geben die Deutschen 2016 für Uhren und Schmuck als Weihnachtsgeschenk aus. Nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens GfK sind das 25,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dazu trägt nach einer Umfrage des GfK bei, dass die Käufer stationäre Geschäfte wieder bevorzugen. Der Anteil der Bevölkerung, die Schmuck und Uhren auch online kaufen wollen, sei dagegen um fünf Prozentpunkte auf 26 Prozent gesunken.

Besonders das Weihnachtsgeschäft ist bei den deutschen Juwelieren, Schmuck- und Uhrenfachgeschäften überwiegend gut angelaufen. „Die Frequenz in den Geschäften nimmt zu“, bestätigt Stephan Lindner, Präsident des Bundesverbands der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte e.V. (BVJ). Und die Kunden griffen auch wieder tiefer in ihre Taschen. Sie geben durchschnittlich 117 Euro aus – 27 Euro mehr als im Vorjahr.

Gefragt ist in den Geschäften aber nicht nur Schmuck. Unter dem Tannenbaum wird der eine oder andere auch Holz finden: genauer eine Holzuhr. „Der Trend zu Holzuhren ist da“, erklärt Joachim Dünkelmann, Geschäftsführer des BVJ, dem Handelsblatt. Preislich liegen die Uhren eher im unteren und mittleren Bereich.

Den Trend zur Holzuhr bestätigt auch die Messe München; dort findet vom 18. bis 21. Februar 2017 die Inhorgenta statt, auf der die internationale Schmuck- und Uhrenbranche in jedem Jahr ihre neuesten Schöpfungen präsentiert. Holzuhren stellen etwa die Unternehmen Kerbholz, Laimer, Avatar, Tense oder Stadtholz her. „Diese Uhren verbinden Nachhaltigkeit mit modernem Lifestyle und sind dabei ultraleicht“, erklärt Stefanie Mändlein, Projektleiterin der Inhorgenta den Trend.

Nach Einschätzung des BVJ, der die Interessen von über 9000 Einzelhandelsunternehmen vertritt, wird es in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum zudem wieder bunter zugehen. Bei Uhren seien neben Holz unter anderem Gehäuse aus Roségold gefragt, gern verbunden mit Goldbändern oder Milanaise- und Reptilleder-Uhrarmbänder. Diese Lust zur Farbe zeige sich auch im Schmuckbereich. „Der Trend geht weg von den weißen Edelmetallen“, sagt BVJ-Geschäftsführer Dünkelmann. Dazu gehören beispielsweise Platin oder Weißgold. Besonders beliebt seien in diesem Jahr Gelb-, Rot- und Roségold. Auch farbige Edelsteine und Perlen seien wieder stärker gefragt.

Wenig Einfluss auf die Schmuckvorlieben habe indes die Entwicklung des Goldpreises an den internationalen Rohstoffmärkten. Noch zu Beginn des Jahres drohte die Feinunze Gold (31,1 Gramm) unter die psychologisch wichtige Marke von 1000 Dollar zu sacken. Dann zog der Preis um mehr als 300 auf das Jahreshoch von 1375 Dollar (1298 Euro) an, rutschte zuletzt aber wieder bis auf gut 1164 Dollar ab. Damit bleibt unter dem Strich nur ein kleines Jahresplus. „Die Goldpreisschwankungen wirken sich aber nicht sofort auf die Produktpreise aus“, sagt Dünkelmann. Ein sinkender oder steigender Goldpreis mache sich beim Schmuck erst langfristig bemerkbar.

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